Kategorie:  Alle    Mensch und Gemeinschaft     Literatur und Sprache     Lyrik     Shakespeares Sonette   

Sonett 129

Des Geistes Sturz in unermeßne Schmach,
Das ist die Tat der Lust, und bis zur Tat
Voll Mord und Meineid, Blut und Ungemach,
Wild, maßlos, grausam, roh und voll Verrat;

Verachtet schon, wenn eben noch begehrt,
Sinnlos gejagt, und endlich, wenn errungen,
Sinnlos verflucht, ein Köder, der, verzehrt,
Mit Tobsucht jeden schlägt, der ihn verschlungen;

Toll im Verlangen, im Besitze toll,
Habend gehabt, in Habbegierde wild,
Süß im Genuß, genossen qualenvoll,
Vorher ein Glück, ein Traum nur, wenn gestillt;

Das weiß die Welt, doch keiner weiß zu fliehn
Die Himmelswonnen, die zur Hölle ziehn.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

  Kategorie:  Alle    Mensch und Gemeinschaft     Literatur und Sprache     Lyrik     Shakespeares Sonette   



Grundschulmaterial.de Lernwerkstatt 10 Der Deutsche Kindersoftwarepreis TOMMI 2012 geht an PUSHY!


www.medienwerkstatt.de
Diese Seiten werden kostenlos für Kinder
von der Medienwerkstatt Mühlacker produziert

Copyright © 2004-2021 Medienwerkstatt Mühlacker Verlagsges. mbH. Alle Rechte vorbehalten

Mitglied bei seitenstark.de

Wir sind Mitglied