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Ein ganz besonderes Geschenk - 3

Der Gespensterkönig schaute es erstaunt an und sagte: „Zeig, was du mir mitgebracht hast!“

Das kleine Gespenst trat einen Schritt nach vorne, reckte sich zum König empor und drückte ihm einen zarten Kuss auf die Wange.

Daraufhin kam er ein sehr freundliches Lächeln in sein Gesicht. Er sagte: „ Das war das schönste Geschenk, das ich je bekommen habe – ich weiß auch nicht genau wieso!“

Nun lächelte auch das kleine Gespenst fröhlich, denn zuvor hatte es natürlich mächtige Angst gehabt, sich vor allen anderen Gästen zu blamieren und von ihnen ausgelacht zu werden.

Als der König fragte, was es sich denn nun wünschen möchte, flüsterte es ganz leise: „Ich möchte gerne wissen WER ICH BIN!“

Doch keins von den anderen Gespenstern lachte – erleichterte atmete das kleine Gespenst tief durch.


Der Gespensterkönig Artur konzentrierte sich und schaute lange, lange in eine große, leuchtende Kristallkugel, die vor ihm stand.

Nach einer ganzen Weile fragte er: „Hast du denn keine Eltern?“

Das kleine Gespenst antwortete: „Ja, das weiß ich eben nicht so genau – oder doch! – Mhmm, wo ist es denn?“

Es wühlte aufgeregt in seiner zerlöcherten Umhängetasche.

„Ah, das ist es ja!“ rief es dann zufrieden und hielt dem Gespensterkönig Artur ein altes, vergilbtes Foto hin.

Darauf war eine Gespensterdame zu sehen.

Fassungslos blickte der Gespensterkönig das Foto an und sagte leise: „Das ist doch meine Frau!

Du – du – du ... bist dann meine Tochter ! Ja, ja, ja, du bist meine Emely ! Komm lass dich umarmen!“


 

Abb Das kleine Gespenst – also Emely – brach in Tränen aus. Und auch dem König rollten Freudentränen die Wangen hinunter.

Sie umarmten sich lange und alle Gäste klatschten.

So etwas hatten sie lange nicht mehr gesehen, und Gespenster sehen bekanntlich eine ganze Menge, wenn sie nachts umherschweben.

Nun setzen sich endlich alle an den festlich gedeckten Geburtstagstisch – der König natürlich neben seine Tochter Emely.

Er erzählte, wie er vor vielen Jahren bei einem heftigen Sturm in der dunklen Nacht seine Tochter verloren hatte.

„Jahrelang haben meine Frau und ich dich gesucht und um dich getrauert!“ sagte er zu seiner wiedergefundenen Tochter und strahlte sie mit seinem schönsten Gespensterlächeln an.

Dann rief er seine Frau, die wegen eines starken Schnupfens eigentlich nicht bei dem Fest dabei sein konnte.

Glücklich schloss sie ihre Tochter in die Arme ... und das kleine Gespenst wusste endlich seinen Namen, wer es war und hatte nun sogar eine richtige Familie.

 

Quelle:
Text: Schülerin eines 4. Schuljahres
Illustrationen mit: ANI...paint; Medienwerkstatt Mühlacker

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