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Sonett 151

Lieb' ist zu jung und weiß noch nichts von Sünde,
Die - wie bekannt - ein Spross der Liebe ist;
Drum sei mir gnädig, holder Schelm, sonst künde
Ich, dass du schuld an meinen Fehlern bist.

Denn ich verstricke, wie du mich verstrickt,
Mein bessres Teil in meines Körpers Schande;
Die Seele zeigt dem Fleische hochbeglückt
Den Weg zur Lust, und, frei von jedem Bande,

Schwillt es empor und weist triumphbeseelt
Auf dich als Preis. Im Übermut entbrannt,
Ist es belohnt, wenn es für dich sich quält,
Und steht und fällt, zu deinem Dienst gebannt.

Drum nenn's nicht Sünde, wenn mein Herz gesteht
Die Liebe dir, für die es fällt und steht.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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