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UNICEF: Schmutziges Wasser tötet 4.500 Kinder täglich

UNICEF zum Internationalen Weltwassertag am 22. März

Abb Kinder und Jugendliche aus aller Welt fordern zum Abschluss des Weltwasserforums in Mexiko Politiker zum Handeln auf

Tag für Tag sterben nach Berechnungen von UNICEF weltweit 4.500 Kinder, weil sie verschmutztes Wasser getrunken haben. Schätzungsweise 400 Millionen Kinder leiden unter Trinkwassermangel und unzureichender Hygiene.

Zum Abschluss des internationalen Weltwasserforums in Mexiko am Weltwassertag wenden sich bei einer parallel stattfindenden Kinder-Wasser-Konferenz Kinder und Jugendliche aus aller Welt an Politik und Wirtschaft.

Sie rufen dazu auf, massiv in die Wasserversorgung der ärmsten Menschen in den ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer und den Slums der Metropolen zu investieren.

Jeder sechste Erdenbewohner hat bis heute keinen Zugang zu sauberem Wasser.

Und nahezu die Hälfte der Menschheit muss ohne Latrinen und Abwasserentsorgung auskommen. Die internationale Gemeinschaft hat sich zwar zum Ziel gesetzt, den Wassernotstand bis zum Jahr 2015 zu halbieren.


Abb UNICEF befürchtet jedoch, dass Afrika und Asien dieses zentrale Millenniumsziel nicht erreichen werden. In den kommenden Jahren müssten dazu allein über eine Milliarde Slumbewohner mit sauberem Wasser sanitären Einrichtungen versorgt werden.

„Alle 15 Sekunden stirbt in den Entwicklungsländern ein Kind an Durchfall, der zumeist durch schmutziges Wasser verursacht wird. Sauberes Wasser darf nicht länger ein unerreichbarer Luxus für die Armen sein“, sagte Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.

Kinder, die ohne ausreichende Wasserversorgung aufwachsen, haben kaum eine Chance, der Armut zu entrinnen.

„Da wo ich lebe, können Kinder sehr oft nicht zur Schule gehen, weil schmutziges Wasser sie krank gemacht hat“, berichtet die 16-jährige Dolly Akhter, die in einem Slum in Bangladesch über Hygiene aufklärt und mit Unterstützung von UNICEF zum Weltwasserforum nach Mexiko gekommen ist.

„Wir sind hier, um den Politiker zu sagen, dass sie mehr tun müssen, damit Kinder gesund aufwachsen und zur Schule gehen können. Das ist unser Recht und ihre Verantwortung.“


Insbesondere Mädchen leiden unter dem Wassermangel und schlechten hygienischen Bedingungen. Viele von ihnen müssen täglich stundenlange Fußmärsche auf sich nehmen, um in Kanistern, Eimern oder Krügen Wasser zu beschaffen.

Und weil viele Schulen keine getrennten sanitären Einrichtungen haben, dürfen die älteren Mädchen oftmals nicht mehr zum Unterricht kommen.


 

Die Folgen eines Notstands 

Abb Der Wasser- und Hygienenotstand hat gravierende wirtschaftlichen Folgen: Nach Schätzungen gehen allein auf dem afrikanischen Kontinent jedes Jahr 40 Milliarden Arbeitsstunden durch Wasserholen verloren.

Weltweit beläuft sich der wirtschaftliche Produktivitätsverlust durch ausgefallene Arbeits- und Schulstunden aufgrund von Wassermangel auf schätzungsweise 63 Milliarden US-Dollar pro Tag.

Am schlechtesten ist die Lage in Afrika südlich der Sahara: 43 Prozent der Bevölkerung müssen dort ohne sauberes Trinkwasser auskommen.

Daraus resultierende Krankheiten führen in Kombination mit chronischer Mangelernährung dazu, dass jedes fünfte Kind in der Region stirbt, bevor es fünf Jahre alt wird.

In Asien leben nach wie vor die meisten Menschen, die ohne genügend sauberes Wasser auskommen müssen und unter unhygienischen Verhältnissen leben.

Allein in China und Indien gelangen die Abwässer von mehr als 1,5 Milliarden Menschen ungefiltert in die Umwelt. Zudem gefährdet die Verseuchung des Grundwassers mit Arsen und Fluoriden in vielen Teilen Asiens die Gesundheit von 50 Millionen Menschen.

Weltweit ist die Landbevölkerung meist schlechter gestellt als die Einwohner von Städten. Nahezu zwei Drittel aller Menschen, die auf dem Land leben, müssen ohne Abwasserentsorgung auskommen.

Das Gesundheitsrisiko, das durch den Mangel an Latrinen entsteht, ist in den wachsenden Slums der Großstädte jedoch wesentlich höher. Bereits heute lebt die Hälfte aller Stadtbewohner in den Entwicklungsländern in solchen Armutsvierteln.

So hilft UNICEF 

UNICEF unterstützt Wasserprojekte sowie Aufklärungsprogramme zur Verbesserung der Hygiene in 90 Entwicklungsländern.

So können zum Beispiel einfache Hygienemaßnahmen wie Händewaschen mit Seife Durchfallerkrankungen um 40 Prozent reduzieren.

Zur kostengünstigen Behandlung von schwerem Durchfall setzt UNICEF einfache Zucker-Salz-Lösungen ein, die das Austrocknen des Körpers verhindern, und berät Behörden und Gesundheits-einrichtungen bei der Anwendung.

In Krisenregionen wie in der sudanesischen Provinz Darfur und nach Naturkatastrophen wie in Pakistan und dem Tsunami in Asien unterstützt UNICEF die Versorgung von Millionen Menschen durch den Bau von Brunnen, Latrinen oder die Verteilung von Trinkwasser mit Lastwagen.

 

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von: http://www.unicef.de

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