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Nil

Der längste Fluss der Welt 

Abb Der Nil ist mit mit 6671km der längste Fluss der Welt. Er hat seine Quellen in Äthiopien, Burundi und Uganda, von wo aus ihm zahlreiche Nebenflüsse sowie tropische Regenfälle Wasser zuführen.

Der Fluss ist seit über 5000 Jahren der wichtigste Wassergeber für die Bewohner Nordost- und Mittelost-Afrikas: Ackerbau, Industrie, die Versorgung der Bevölkerung für den Hausgebrauch. Ohne den Nil wäre das Leben in den teilweise staubtrockenen Wüsten- und Steppengebieten undenkbar. Mit der Abhängigkeit der Menschen sowie dem stets wachsenden Bedarf, begründet durch steigende Bevölkerungszahlen und industrielle Nutzung, wird die Verfügbarkeit des kostbaren Wassers heutzutage jedoch langsam ausgeschöpft.

Das Nil-Delta 

Abb Bevor der Assuan-Staudamm 1971 fertig gestellt wurde, überschwemmte der Nil jährlich die Felder mit Wasser und fruchtbarem Schlamm. Ganz im Noren, wo der Nil ins Mittelmeer mündet lagerte sich das mitgeführte Material ab und bildete so den kostbaren Boden der Mündung. Diese Mündung ist bekannt unter dem Namen Nil-Delta.

Für die ägyptischen Bauern bedeutete dieser Schlamm die Existenzgrundlage, denn auf dem fruchtbaren Boden konnte gut angebaut werden.

 

Der Assuan-Staudamm 

Abb Allerdings brachte die Überschwemmung auch oft Probleme mit sich. Der Staudamm sollte die Lösung für alle Probleme sein. Der Damm, der etwa 4 km lang und 111 m hoch ist, staut den Nil zum riesigen Nassersee auf. Doch der Damm brachte weitaus mehr Nach- als Vorteile. So müssen sich die Bauern nun teuren Kunstdünger kaufen, da der fruchtbare Nilschlamm die Felder nicht mehr erreicht. Durch die fehlenden Nährstoffe im Wasser ging der Fischbestand ab Assuan Richtung Norden stark zurück. Außerdem haben die Felder der Bauern gleich doppelt zu leiden: auf der einen Seite wird der Boden sandiger, da der Wüstensand nicht mehr weggespült wird, auf der anderen Seite wird der fruchtbare Boden, der sich über viele Jahre an den Ufern des Nils angesammelt hatte, von dem immer schneller fließenden Nilwasser weggespült.

Der Assuan-Staudamm kommt allein den reichen Bauern zugute, die mit starken Pumpen das Wasser aus dem Flussbett leiten können und den Boden durch chemischen Dünger aufbereiten. Die versprochenen Verbesserungen für alle Ägypter sind nicht erfüllt worden. Die armen Bauern sind durch seinen Bau nur noch ärmer geworden.

 

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