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Heilender Ginkgo

Abb Der Ginkgo gilt nicht nur auf Grund seiner botanischen Eigenarten und seiner phantastischen Herkunftsgeschichte als Wunderbaum.

Auch um seine Heilkräfte ranken sich Legenden. Vorreiter auf medizinischem Gebiet war China, wo die Baumrinde, die Blätter und Früchte seit dem 11. Jahrhundert für Heilzwecke genutzt werden.

In der traditionellen chinesischen Medizin wurden vor allem dem Samen und dem Fruchtfleisch Wirksamkeit gegen unterschiedliche Beschwerden zugesprochen.

Teilweise wendet man diese Mittel heute noch an. Interessant, auch für die europäische Medizin, sind neuere Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Samens gegen Tuberkel Bakterien.


Abb In Europa erkannte man erst 200 Jahre nach der Wiedereinführung des Ginkgos als Park- und Gartenbaum seine wertvollen, heilenden Eigenschaften.

Deutsche Wissenschaftler fanden in der 60iger Jahren heraus, dass ein aus den Blättern durch spezielle Verfahren hergestellter Extrakt gegen Durchblutungsstörungen hilft.

Diese Entdeckung revolutionierte die Ginkgo Forschung. Heute ist jedes dritte gegen Durchblutungsstörungen verschriebene Medikament ein Ginkgo-Präparat.

Für die Heilkraft der Ginkgo-Präparate ist die Kombination aller in den Blättern enthaltenen Wirkstoffe und Substanzen entscheidend.

Ginkgo-Präparate behandeln vor allem altersbedingte Erkrankungen, wie Durchblutungsstörungen im Gehirn und in den Beinen.


 

Abb Sie schützen die Nervenzellen, erhalten und verbessern die Hirnfunktion und inaktivieren die (schädlichen) so genanten freien Radikalen.

Bedeutungsvoll sind Ginkgo-Extrakte auch zur Vorbeugung von Schlaganfällen. Studien aus jüngster Vergangenheit beschäftigen sich mit der Wirkung von Ginkgo-Präparaten bei Altersdemenz (Alzheimer).

Bisherige Versuche zeigen eine Verbesserung des Lernvermögens und der Gedächtnisleistung und eine erhöhte Lebenserwartung bei Versuchstieren. Diese Ergebnisse sind viel versprechend.

Viele Menschen werden von Migränen geplagt. Längerfristige Behandlungmit Ginkgo biloba weisen gute Erfolge auf. Ein großer Vorteil der Ginkgo-Präparate ist ihre gute Verträglichkeit, fast ohne Nebenwirkungen.

Auch bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente wurden keine Wechselwirkungen und Unverträglichkeiten festgestellt.

Nicht nur als Heilmittel, sonder auch zur Schönheitspflege wurde Ginkgo im alten Asien seit Jahrhunderten eingesetzt.

Auch die europäische Kosmetikindustrie nutzt verschiedene Varianten des Ginkgo-Extraktes in jüngerer Zeit als Bestandteil von Kosmetik und Körperpflegeprodukten. In Cremes und Lotionen soll Ginkgo der Faltenbildung entgegen wirken und die Haut straffen.

Ein neuer Trend sind Ginkgo-Wirkstoffe in Shampoos und Haarwasser, um die Haarstruktur zu verbessern und die Durchblutung der Kopfhaut zu fördern.

Noch längst sind nicht alle Möglichkeiten der in Ginkgo enthaltenen Wirkstoffe und Substanzen erforscht. So bleibt die Hoffnung, dass der Wunderbaum vielleicht einmal helfen kann, bisher unheilbare Krankheiten zu besiegen.


Hier geht es zu den Wissenskarten über den Ginkgo ...

Goethes Ginkgo-Gedicht


 

Quelle:
Text: Mit freundlicher Genehmigung des Kuratoriums Baum des Jahres (KBJ),
www.baum-des-jahres.de

Foto 1: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Ginkgo_fruit_leaves_seed.jpg
http://en.wikipedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License

Foto 2: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Gingko-Blaetter.jpg
http://en.wikipedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License

Foto 3: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Ginkgo_biloba0.jpg
http://en.wikipedia.org/wiki/GNU_Free_Documentation_License

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