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Erklärungsansätze

Für das Phänomen des Rechtsextremismus bieten die Sozialwissenschaften viele theoretische Erklärungsansätze, so zum Beispiel das Konzept der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit".

Dieses Konzept basiert auf bislang vier Erhebungen, bei denen ein repräsentativer Bevölkerungsausschnitt zu Themen befragt wurde, die in Zusammenhang mit dem Phänomen des Rechtsextremismus stehen.

Die Beobachtung: Einzelne thematische Elemente standen in teilweise engem Zusammenhang.

Als Elemente sind genannt:

- Rassismus (Vorurteil, das Menschen aufgrund von äußeren Merkmalen in Rassen aufteilt und diese unterschiedlich bewertet),

- Fremdenfeindlichkeit (feindselige Einstellung gegenüber Personen oder Gruppen, die vermeintlich oder real fremd sind),

- Antisemitismus (rassistisch begründete Einstellung gegenüber Juden als Person oder Gruppe),

- Heterophobie (Angst vor dem "Anderssein" und damit zusammenhängende Abwertungen anderer, z. B. Homosexueller, Obdachloser, Behinderter),

- Islamphobie (generell ablehnende Einstellung gegenüber muslimischen Personen und allen Glaubensrichtungen, Symbolen und religiösen Praktiken des Islam),

- Etabliertenvorrechte (Leugnung der Gleichwertigkeit aller Menschen und Behauptung, es gebe Rangfolgen, die beispielsweise Alteingesessene über die neu Hinzugekommenen stellt),

- klassischer Sexismus (geschlechtsdiskriminierende Vorstellungen in der Bevölkerung).


Ein Hauptproblem des Zusammenwirkens der verschiedenen Elemente besteht in der schleichenden "Vergiftung" eines liberalen Klimas.

Dies äußert sich in abwertenden Meinungen, die von wachsenden Teilen der Bevölkerung geteilt werden.

Oftmals versuchen rechtsextremistisch motivierte Straftäter ihr Handeln durch das Argument zu rechtfertigen, man setze doch nur um, "was alle anderen denken".

Manifest wird die damit einhergehende Gefahr immer dann, wenn größere Teile der Bevölkerung einzelnen der genannten Aspekte zustimmen (was in den bisherigen Befragungen festgestellt werden musste).

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