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1). Der Lebenszyklus der Schmetterlinge

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Die Schmetterlinge gehören mit mehr als 16.000 verschiedenen Arten zu den artenreichsten Insekten.

Ihre Körperlänge kann 1 – 60 mm betragen, und ihre Flügelspannweite reicht von 2 mm bis 32 cm.

Abgesehen von einigen Ausnahmen haben alle Schmetterlinge vier Flügel, die zwar nicht miteinander verbunden sind, aber gleichzeitig bewegt werden.

Dabei verrichten die Vorderflügel die meiste Arbeit, und wenn sie verletzt werden, kann ein Schmetterling nicht mehr richtig fliegen.

Ferner besteht der Körper eines Schmetterlings aus dem Kopf mit den Fühlern, der Brust, dem Hinterleib und sechs Beinen, die mit Krallen zum Festhalten versehen sind.

Der Tast- und Riechsinn eines Schmetterlings befindet sich in den langen Fühlern, mit denen besonders die Männchen den Duft der Weibchen schon aus großer Entfernung riechen können.

Die erwachsenen Schmetterlinge können mit ihrem Rüssel, der in Ruhestellung eingerollt ist, nur flüssige Nahrung aufnehmen.

Dabei handelt es sich meistens um den Nektar der Blüten.

Bei vielen Schmetterlingen ist der Rüssel aber auch mehr oder weniger zurückgebildet.

Diese Schmetterlinge können dann auch keine Nahrung mehr aufnehmen und leben folglich auch nicht sehr lange.

Für Schmetterlinge ist es deshalb sehr wichtig, möglichst schnell einen Partner für die Paarung und Fortpflanzung zu finden.

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Die Schmetterlinge durchleben vier verschiedene Entwicklungsstadien: Ei, Raupe, Puppe und Falter.

Vor der Paarung findet eine „Balz“ statt, bei der das Weibchen und das Männchen miteinander spielen.

Bei der Paarung verbinden die Schmetterlinge ihre Hinterleiber, und ein Samenpaket aus dem Körper des Männchens gelangt in den Körper des Weibchens.

Die Samen des Männchens verbinden sich mit den Eiern im Körper des Weibchens, von denen ein Weibchen teilweise über Hunderte verfügt.

Wenn die Paarung beendet ist, legt das Weibchen seine Eier auf bestimmten Pflanzen ab.

Es gibt aber auch Schmetterlinge, die ihre Eier im Flug fallen lassen.

Wie auch die Schmetterlinge selbst sehen ihre Eier sehr unterschiedlich aus, was die Größe, Form und Farbe betrifft.

Es gibt flache, schuppenartige Gebilde aber auch gemusterte Eier.

Einige Schmetterlinge überziehen die Eier mit einer Schicht Haare, andere legen die Eier in einem bestimmten Muster ab.

Wie der Schmetterling kann sich auch die Raupe, die aus dem Ei schlüpft, in drei Bereiche unterteilen lassen: Kopf, Brust und Hinterleib.

Auf der Unterlippe der Raupe befindet sich auf einem Zapfen die Öffnung der Spinndrüsen, in denen sie Seide in Form einer Flüssigkeit herstellen kann, die nach dem Austreten an der Luft erstarrt.

Einige Arten verfügen auch über giftige Dornen, die beim Berühren durch einen Stich Gift in die Wunde bringen.

Die Hauptbeschäftigung der Raupen ist das Fressen, so dass sie unaufhörlich wachsen.

 

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Es gibt Raupenarten, die sich von unterschiedlichen Pflanzen ernähren, während andere Arten so spezialisiert sind, dass sie verhungern, wenn sie ihre Hauptnahrungspflanze (z.B. Brennnessel) nicht finden.

Alle Raupen häuten sich mehrmals, bis sie ihre endgültige Größe erreicht haben.

Sie bilden von Zeit zu Zeit eine neue Haut, die immer etwas größer ist.

Bei einer solchen Häutung schwillt die Raupe an, bis die alte Haut zerplatzt und dann durch Muskelbewegungen nach hinten weggeschoben wird.

Wenn die Raupe ausgewachsen ist, häutet sie sich zum letzten Mal und beginnt sich zu verpuppen.

Der Übergang von der Raupe zur Puppe stellt auch einen Zeitpunkt dar, an dem bei den Schmetterlingen eine natürliche Auslese stattfindet.

Nur den gesunden und wohlgenährten Raupen gelingt eine vollständige Verpuppung.

Nach erfolgreicher Verpuppung hat die Raupe nun das Puppenstadium erreicht, in dem sich die Raupe zum Schmetterling verwandelt.

Dabei werden die Raupenorgane abgebaut oder umgeformt und zu den Organen des Schmetterlings umgebildet.

Nach der Art der Befestigung an der Unterlage unterscheidet man drei verschiedene Arten von Puppen:
Die Gürtelpuppen werden von einem um ihre Mitte geschlungenen Faden gehalten.

Die Stürzpuppen hängen an ihrem Hinterende mit dem Kopf nach unten.

Die Mumienpuppen liegen meistens ohne jede Befestigung auf oder im Erdboden.

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Wenn die Puppe das Endstadium ihrer Entwicklung erreicht hat, platzt die Puppenhaut auf und der Schmetterling erscheint.

Zunächst sind seine Flügel noch ziemlich zerknittert und feucht.

Daher kann ein frisch geschlüpfter Schmetterling auch noch nicht sofort losfliegen.

Er muss erst darauf warten, dass seine Flügel richtig trocken und steif sind.

Nun startet er schließlich zu seinem ersten Flug und vollendet seinen Lebenszyklus, indem er sich paart und das Weibchen Eier ablegt.

Die Lebensdauer der Schmetterling ist sehr unterschiedlich.

Sie beträgt nur einen einzigen Tag bei Sackspinnern, kann aber auch bis zu 13 Monaten dauern, wie beim Zitronenfalter.

Die Schmetterlinge, die Nahrung aufnehmen, leben grundsätzlich länger als solche, deren Mundwerkzeuge so verkümmert sind, dass sie keine Nahrung aufnehmen können.

 

Quelle:
Fotos 1, 2 und 7 : Medienwerkstatt Mühlacker
Fotos 3, 4, 5 und 6: www.pixelquelle.de

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