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Ursprung des Reformationstages

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Martin Luther wird 1483 in Eisleben als Sohn einfacher Leute geboren. Seine Eltern arbeiten hart und erziehen ihn streng. Durch ihre Arbeit haben sie es zu einem gewissen Wohlstand gebracht, und bemühen sich um eine gute Schulbildung für ihren Sohn Martin. Er besucht zunächst die Schule in Mansfeld, später in Madgeburg und Eisenach. 1501 beginnt er sein Grundstudium in Erfurt, um nach den Plänen seines Vaters anschließend Jura zu studieren.

Auf einem seiner Heimwege von Erfurt nach Mansfeld wird Luther von einem heftigen Gewitter überrascht und legt in höchster Not einen Eid ab:
"Hilf du, heilige Anna. Ich will Mönch werden".

In der Folgezeit tritt er 1505 ins Erfurter Augustiner Eremitenkloster ein. Seinen Frieden mit Gott findet Luther zunächst nicht. Er sieht Gott als strengen Weltenrichter. Die Beichte sollte den Menschen Gottes Vergebung sichern. Er ist sich nie sicher, ob er genügend gebeichtet hat und gerät darüber häufig in tiefe Verzweiflung. Luther wird 1507 zum Priester geweiht und beginnt ein Theologiestudium. Nach seiner Promotion zum Doktor der Theologie wird er 1512 zum Professor in Wittenberg berufen.

Bei seinem Studium der Originalbibeltexte in griechisch und hebräisch und dem Evangelium (gr.: frohe Botschaft), offenbart sich ihm ein Bild von Gott. Das des gerechten Gottes, der den Menschen aus Barmherzigkeit und Gnade, und nicht wegen seiner Taten annimmt. Martin Luther kommt in seinem theologischen Denken zu den Positionen der späteren Reformation.

Am 31.10.1517 veröffentlicht Martin Luther die 95 Thesen über den Ablass, um zu einer Diskussion aufzufordern. Kurz danach führen Anzeigen in Rom zu einem Ketzerprozess und Luther bricht mit dem Papsttum. Er wird exkommuniziert.

Am 17 April 1521 steht Luther vor dem Reichstag zu Worms, wird vor den versammelten Fürsten und Reichsständen verhört und letztmals zum Widerruf aufgefordert.
Als er dies nach einem Tag Bedenkzeit nicht tut, wird die "Reichsacht" gegen ihn verhängt. Luther ist vogelfrei. Zu seinem Schutz wird er auf Veranlassung von Kurfürst von Sachsen, Friedrich dem III., auf die Wartburg gebracht, wo er versteckt als Junker Jörg lebte.

In wenigen Wochen übersetzt er das neue Testament aus den Originaltexten des griechischen und hebräischen, das 1522 gedruckt wird. Später folgt die Übersetzung des alten Testamentes. Es entsteht, zusammen mit der 1534 fertig gestellten Übersetzung die Lutherbibel. Zusätzlich ist Martin Luther Verfasser zahlreicher Kirchenlieder, die wesentlich zur Ausbreitung der Reformation beitrugen.

 

 

Quelle: Text mit freundlicher Genehmigung von R. Pistorius

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