Pädagogische  Zeichensätze 5


Unser fünftes Schriftpaket mit unterschiedlichen Fonts für eine abwechslungsreiche Gestaltung von Arbeitsbögen.

Inhalt im Überblick:

  1. Zeichensätze mit Symbolen und Bildern zur Schwungübung, weitere Anlautbilder
  2. Ein Schreiblehrgang für die Sütterlinschrift und alle dazugehörigen Schriftarten
  3. Historische Fonts, die bei der Entstehung der Schrift eine herausragende Rolle gespielt haben
  4. Weitere mathematische Zeichensätze
  5. Spaßschriften
  6. Musiknotensatz

Anfangsunterricht

Schwungübungen

Abbildung Schwungübungen Zeichensatz

Mit den Zeichensätzen für Schwungübungen lassen sich die unterschiedlichsten Übungsblätter gestalten. Auf dem Kleinbuchstaben liegt die Figur und auf dem Großbuchstaben eine Figur zum Nachspuren. Die können im Wechsel erscheinen, oder in einer neuen Zeile. Mit der Nummerntaste „#” lassen sich die Zeilen beliebig erzeugen. Um eine gleiche Länge zu erzeugen gibt es noch die unterschiedlichsten Größen „_” eine 3/4 Linie, auf „.” die 1/2 Linie und auf „,” - „:” - „;” wird es immer kleiner. Für eine leeren Zeilenanfang und das Zeilenende gibt es ein Zeichen auf „<” und „>”.

Abbildung Shwungübungen 2

Damit die Kinder lernen Linien einzuhalten gibt es auch ein „Spurhaus” auf „í”. Auch die Zeilen lassen sich unterschiedlich markieren. An Stelle von Ziffern liegen auf den Zifferntasten Symbole. Hieran können die Kinder erkennen, ob sie die richtige Zeile bearbeiten.


Anlautbilder

Für Erwachsene ist es mehr ein Ratespiel, als dass sie diese Worte lesen könnten. Dabei haben unsere Buchstaben einmal als eine Bilderschrift begonnen und in der Zeit ihre Bedeutung verloren. Eigentlich waren die Schreiber mit der unsaubersten Schrift daran schuld, dass aus Bildern abstrakte Zeichen wurden. Kinder können beim Lesenlernen mit diesen Schriften viel schneller umgehen als mit den abstrakten Zeichen unserer Schrift.

Abbildung Anlautbilder

Der erste Schriftsatz „Anlautbilder 1” orientiert sich an den mehr oder weniger üblichen Bildern und enthält auch Zeichen für „sch” und „ch” sowie „ei” und „eu”.
Der zweite Satz „Anlautbilder 2” benutzt nur Bilder aus der Schule und der näheren Umgebung der Kinder.


Mathematische Zeichensätze

Mit dem ersten Zeichensatz „Mathematik Bilder 1” lassen sich Aufgaben im Zahlenraum bis 20 mit den Fingern, mit der „Rechenmaschine”, Würfeln oder Eiern darstellen.

Abbildung Mathezeichen

Mit dem zweiten Zeichensatz „Mathematik Bilder 2” können Aufgaben mit Bildern veranschaulicht werden und mit Zahlen in Kästchen geschrieben werden.

Für Subtraktionsaufgaben liegen die „umgekehrten” Zeichen auf den passenden Hochstell-(Shift-)Tasten der Tastatur.


Unterricht - Spaß

Bärchen und Halloween

Mathezeichen BärchenIm Zeichensatz „Baerchen” gibt es verschiedene Bärchen für Arbeitsbögen oder als Symbol für Arbeitsanweisungen oder Auszeichnungen. Denn Schule soll ja auch Spaß machen.

Halloween spielt unter den Kindern eine immer größere Rolle. Dafür gibt es hier einen Zeichensatz "Halloween Bilder" um Seiten zu illustrieren und "Halloween Schrift" für besondere Anlässe

Mathezeichen Halloween


DIN-Schrift

Die deutsche DIN-Schrift macht keine Unterschiede zwischen Nord- und Süd- und Bayern oder Österreich. Viele Druckbuchstaben zum Lesenlernen sind der DIN-Schrift in ihren Formen entlehnt. Vielleicht eine Form auch für den Übergang zu den vielfältigen Formen der Druckschriften.

Abbildung DIN Schrift


Sütterlinkurs

Sütterlinschreibkurs

Die Sütterlinschriften, meist auch einfach Sütterlin genannt, sind zwei 1911 im Auftrag des preußischen Kultusministeriums von Ludwig Sütterlin entwickelte Ausgangsschriften. Wegen der großen Bekanntheit des Namens Sütterlin wird jede Form der deutschen Kurrentschrift irrtümlich als Sütterlin bezeichnet. Diese Bezeichnung ist aber falsch, da die deutsche Kurrentschrift schon lange vor Sütterlin existierte.
Im 19. Jahrhundert wurde die Stahlfeder entwickelt. Mit ihrer schrägen Grundform ließ sie schöne Schwünge mit unterschiedlichen Schriftstärken zu ohne dabei zu kleckern wie die Gänsefeder. Auch in Deutschland wurde diese Feder bald überall in den Kontoren übernommen, denn die Stahlfeder war haltbarer und billiger als die Gänsefeder, da das ständige Anschneiden entfiel.
Als Beispiel für die deutsche Kurrent-Schrift ist hier die "Kanzlei kursiv" enthalten.

Um den Kindern das Schreibenlernen zu erleichtern, vereinfachte Sütterlin die Buchstabenformen und ließ sie im Gleichzug mit einer Redisfeder schreiben. Die deutsche Sütterlinschrift wurde ab 1935 Teil des offiziellen Lehrplans. In der Folge des Schrifterlasses wurde allerdings auch sie mit einem Rundschreiben vom 1. September 1941 verboten. Im Rahmen des Sachkundeunterrichts wurde die Deutsche Schrift noch lange unterrichtet. Es kann nicht schaden, wenn es auch noch hier und da Kinder gibt, die die Briefe ihre Urgroß- und Großeltern lesen können.
Es gibt deshalb auf der CD auch mehrere Arbeitsbögen als Vorschlag für einen Sütterlin-Schreib-Kurs.
Eigene Arbeitsbögen sind mit dem Zeichensatz leicht selber zu erstellen. Die Schreiblinien sind in zwei und vier Linien vorhanden. Wer bereits mit den Schreiblinien des Verlages arbeitet hat keine Probleme auch die Sütterlinschrift zu benutzen.

Die Definition der TTF-Zeichensätze auf dem Macintosh erlaubt es nicht, das Leerzeichen mit leeren Linien zu belegen. So wird der Text von Leerstellen unterbrochen. Um diese auch mit Linien zu füllen, können Sie die Leerstellen durch „Suchen” und „Ersetzen”, wenn Sie den Text fertig eingegeben haben, durch „#” austauschen. Es werden dann alle Wortzwischenräume im Text korrekt dargestellt.
Auch beim Drucken unter Windows würde es zu ähnlichen Problemen kommen, deshalb sind die Leerstellen bei diesen Zeichensätzen nicht mit Linien besetzt. Verfahren Sie in einem solchen Fall wie oben beschrieben.


Besonderes

Musik Notensatz

Eine Erweiterung des Fonts Musik aus dem Paket "Pädagogische Fonts 3"


Puzzle

Eine Schrift für Überschriften, Lösungswörter etc.


Rounded Bold

Eine Schrift für Überschriften, Urkunden etc.


Historische Schriften

Gutenberg Druckschrift

Gutenberg hat das Drucken mit beweglichen Lettern nicht erfunden. Er hat auch nicht die Buchstaben gestaltet. Er hat aber die Techniken vereinigt und mit entsprechenden Geldgebern dafür gesorgt, dass die Schrift in ihrer Proportion vereinheitlicht wurde und ein geschlossenes Schriftbild mit besonderen Kombinationen der Buchstaben (Ligaturen) entstanden ist. Nach dem Druck der Gutenberg Bibel war die Technik in ganz Europa bekannt und sorgte für eine Revolution in der Information. Endlich wurden Bücher für mehr Menschen erschwinglich und mehr Menschen hatten Nutzen vom Lesen.

Ein Beispiel für den ersten Druck finden Sie unter: „Faksimiles aus Königs Literaturgeschichte”.


Gotisch unizial

Der Bischof Wulfila ließ die Bibel in der damals verbreitesten Sprache übertragen. Am bekanntesten ist wohl das Vaterunser in silbernen gotischen Buchstaben auf purpurn gefärbtes Pergament.


Babylon Keilschrift

Das zwischen Euphrat und Tigris gelegene Land ließ ein Schreiben auf Papier mit Feder oder Pinsel nicht zu. Lehm war am verbreitesten und im Feuer getrocknet waren die Aufzeichnungen lange haltbar. Da man auf dem Material nicht richtig zeichnen konnte wurden die Zeichen mit einem beliebigen Zweig gestempelt. Aus dem Anschnitt entstand der weit verbreitete Charakter des Keils. Ihre Zeichen hatten die Bedeutung von Silben.


Phoenizisch

Die Händler in Phönizien brauchten die Schrift für die Buchführung bei ihrem täglichen Warenumsatz. Schnell musste man beim Be- und Entladen die Waren notieren. Es war damit die erste Buchstabenschrift. So wurden aus schönen Bildzeichen ganz schnell abstraktere Zeichen. Daraus entstanden dann die heutigen Buchstaben.


Hieroglyphen

Hieroglyphen Monumental

Die bekanntesten Bildzeichen sind wohl die ägyptischen Hieroglyphen. Jedes Zeichen stand eigentlich erst für ein Wort später dann für eine Silbe und als man fremde Worte darstellen wollte wurden einige Zeichen sogar für den Anfangsbuchstaben benutzt.

Die wohl schönsten Darstellungen findet man in ägyptischen Gräbern. Hier sind diese Zeichen besonders prächtig ausgemalt. Das Zeichen am Ende war das Zeichen für den Ort. Zur Erklärung der davor gesetzten Zeichen wurden diese eingeführt.

Das zwischen Euphrat und Tigris gelegene Land ließ ein Schreiben auf Papier mit Feder oder Pinsel nicht zu. Lehm war am verbreitesten und im Feuer getrocknet waren die Aufzeichnungen lange haltbar. Da man auf dem Material nicht richtig zeichnen konnte wurden die Zeichen mit einem beliebigen Zweig gestempelt. Aus dem Anschnitt entstand der weit verbreitete Charakter des Keils. Ihre Zeichen hatten die Bedeutung von Silben.


Hieroglyphen Papyrus

Die täglichen Arbeiten wurden aber auf Papyrus erledigt. Hierbei musste zwar sauber aber auch schnell geschrieben werden. Die Zeichen hatten also nicht mehr die kleinen Feinheiten. Aber diese „saubere” Schrift wurde nur für Totenbücher oder andere präsentative Buchrollen angewendet.


Hieroglyphen hieratisch

Da der Verwaltungsaufwand immer größer wurde, so wurden auch die Akten immer schneller angelegt. Bald war von den ursprünglichen Bildern nichts mehr zu erkennen.


Zur Anwendung dieser Schriften in der Grundschule

Alle Schriften enthalten auch die passenden Zahlzeichen, so dass damit die Arbeitsbögen für andere Ziffernsysteme erstellt werden können.

Die Ägypter hatten Zahlzeichen für:

Unter grundschulmaterial.de im Gratiszugang kann unter Bastelbogen/Ägypten ein Bastelbogen für eine ägyptische Elle heruntergeladen werden.

Die Babylonier hatten das Dezimalsystem und auch ein Sechziger-System.

das Sechziger-System ist da etwas komplizierter:

Die Phönizier bevorzugten schon das Dezimalsystem.

Der kleine Punkt war zur Markierung der Rechenspalten.

Die Schriften können aber auch als „Geheimschriften” eingesetzt werden.

Die andere Form der Anlautbilder können auch den Eltern veranschaulichen, wie schwierig es für die Kinder ist das Lesen zu erlernen. Kaum einer der Eltern wird den Namen seines Kindes aus einer Klassenliste herausfinden, wenn diese mit ägyptischen Hieroglyphen oder in Keilschrift geschrieben wurde.

Bei den Zuordnungen der Vokale ist von der deutschen Aussprache ausgegangen worden. Grundlage war das Buch von Carl Faulmann „Das Buch der Schrift”, Olms-Weidmann, 1986 Nachdruck von 1880.


Einfach verwendbar

Unsere professionell gestalteten Schriften kommen generell ohne Spezialsoftware aus und sind so mit praktisch jeder Textverarbeitung und jedem Grafikprogramm nutzbar.

Das bedeutet für Sie:

  • keine Probleme mit dazwischengeschalteter und oft inkompatibler Spezialsoftware
  • arbeiten, wie man es gewohnt ist: die Texte bleiben jederzeit direkt änderbar
  • saubere Ausdrucke auch bei extremer Schriftgröße



Weitere Info...

Laden Sie sich das Handbuch zu den österreichischen Schulschriften herunter. Dort finden Sie Abbildungen zu allen Schriftschnitten und weitergehende Informationen zum praktischen Einsatz:

Die nachfolgenden zwei Informationspakete enthalten Testversionen einiger Druck- und Schreibschriften, zusammen mit den Tastaturbelegungen:


Ausführliche Informationen zu unserem reichhaltigen Schriftenangebot für Lehrer und Schulen finden Sie unter

www.schulschriften.de


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Letzte Änderung: 30.12.2007