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Aus welchen Gründen kommen Tiere ins Tierheim?

Die Mitarbeiter des Tierheims hören einige Gründe immer wieder. Oft fragen sie sich dann, ob das überhaupt stimmt. Vor allem aber sind sie traurig, dass die Leute ihre Tiere gar nicht zu lieben scheinen – sonst würden sie mehr Verantwortungsbewusstsein zeigen. Das heißt, sie wären auch in der Not für das Tier da und würden versuchen, Probleme zu lösen, anstatt das Tier einfach wegzugeben.

- Oft sagen die Leute, sie hätten eine Tierhaarallergie und würden juckende Stellen und tränende Augen bekommen. Zwar gibt es heute viel mehr Allergien als früher, aber oft ist das auch eine prima Ausrede. Weil es so etwas aber wirklich gibt, sollte man vor der Anschaffung z.B. eines Hundes am besten mal einen Tag mit dem Nachbarshund verbringen, mit ihm spielen und ihn kraulen. Dann weiß man, ob man gegen Hundehaare allergisch ist oder nicht. Wenn es juckt und in der Nase kitzelt, kann man den Arzt um Rat fragen. Auf diese Weise leidet kein Tier darunter, dass man es wieder weggeben muss.

- Sehr oft ist auch zu hören, man hätte keine Zeit mehr für das Tier. Gerade für Hunde braucht man sehr viel Zeit! Viele Menschen möchten unbedingt ein Tier und sagen sich dann: Es wird schon klappen. Aber ein Hund oder eine Katze gehören zur Familie und sind sehr unglücklich, wenn sie den ganzen Tag allein zuhause herumsitzen müssen – lesen oder fernsehen können sie ja nicht. Und stundenlang nicht auf die Toilette gehen zu können, ist auch kein Spaß. Manche Tiere machen dann aus Not in die Wohnung. Oder sie zerreißen Kissen und andere Dinge vor lauter Langeweile. Auch dieses können Gründe sein, das Tier ins Tierheim zu bringen – dabei ist eigentlich der Besitzer Schuld am Verhalten des Tieres.

- Manchmal wollen Menschen ihr Tier nicht mehr, weil in der Familie bald ein Kind geboren werden wird. Für das Tier ist es aber auch die einzige Familie, die es hat. Und wenn man vorher Bücher zu dem Thema liest und andere Familien mit Tieren um Rat fragt, braucht man keine Angst zu haben, dass das Tier das neue Familienmitglied nicht mag. Es gibt da viele Tricks!

 

- Und dann gibt es noch Leute, die direkt sagen, dass sie keine Lust mehr auf das Tier haben – wie auf das Spielzeug vom letzten Jahr. Nur fühlt das Spielzeug keine Trauer und ist nicht von uns abhängig. Manchmal hört man auch den Grund, das Tier passe farblich nicht mehr zur neuen Wohnungseinrichtung oder der neue Freund fände es einfach doof.

- Manchmal werden Besitzern ihre Tiere auch vom Amtstierarzt weggenommen und ins Tierheim gebracht. Der Amtstierarzt ist ein staatlicher Tierarzt, der Leuten ihre Tiere wegnehmen darf, wenn sie diese vernachlässigen oder sogar quälen. Diesen Tieren geht es im Tierheim oft zum ersten Mal gut, denn dort bekommen sie etwas zu essen, medizinische Versorgung und werden gut behandelt.

- Auch frei herumlaufende Tiere kommen ins Tierheim. Dort können sie von ihren Besitzern wieder abgeholt werden. Beide sind dann sehr glücklich und passen beim nächsten Mal besser auf, sich nicht wieder zu verlieren. Leider werden die meisten Tiere aber nicht mehr abgeholt: Sie sind ausgesetzt worden, das heißt, der Besitzer hat sie absichtlich irgendwo sitzen lassen und ist weggefahren. Oft passiert das vor den Ferien, wenn die Familie in Urlaub fahren will. Könnt ihr euch vorstellen, wie verzweifelt das Tier dann ist und wie es voller Panik nach seinen Herrchen oder Frauchen sucht? Zu der Panik kommt dann Hunger und Durst, dann wird es dunkel... Es ist also allemal besser, das Tier wenigstens gleich ins Tierheim zu bringen, als es einfach draußen auszusetzen. Das Aussetzen von Tieren ist laut Tierschutzgesetz verboten, aber diese Leute werden so gut wie nie dabei beobachtet.

- Natürlich gibt es auch noch andere Gründe, für die Tierheime ursprünglich gedacht waren. Zum Beispiel, wenn ein alter Mensch stirbt oder ins Pflegeheim muss und keine Kinder hat, die das Tier bei sich aufnehmen. Es kommt auch vor, dass jemand ins Gefängnis muss. Auch dorthin dürfen Tiere nicht mit, obwohl es ihnen egal ist, was Herrchen oder Frauchen angestellt hat – solange sie nur gut zum Tier gewesen sind.

 

Quelle:
Projekt "Tierisch engagiert", www.tierisch-engagiert.de

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