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Was passiert mit den Tieren im Tierheim?

Abb Zuerst einmal werden die Tiere genau untersucht und vom Tierarzt behandelt, falls sie verletzt oder krank sind. Viele Tiere müssen oft erstmal „aufgepäppelt“ werden, um den Schock der Abgabe oder des Ausgesetztwerdens halbwegs zu verkraften. Leider kannst Du dabei nicht mithelfen, denn falls doch einmal etwas passiert, sind die Pfleger versichert – Du nicht. In manchen Tierheimen gibt es aber die Möglichkeit, ehrenamtlich (das heißt ohne Geld dafür zu bekommen; man macht es, weil Helfen eine Ehre ist) mit den Hunden spazieren zu gehen. Da das von Tierheim zu Tierheim unterschiedlich ist, muss man nachfragen. Falls es möglich ist, wäre das eine gute Vorübung für einen eigenen Hund: Du kannst dabei lernen, wie viel Arbeit es macht, und dass man bei jedem Wind und Wetter und auch bei einer Erkältung raus muss!

Im Tierheim sitzen die Tiere nun und warten auf eine neue Familie. Da auch ein Tierheim irgendwann voll ist und kein Ersatz für eine Familie sein kann, ist es sehr wichtig, dass Menschen kommen und die Tiere herausholen. Wenn man also genau überlegt hat und wirklich die Zeit und das Verantwortungsbewusstsein für ein Tier besitzt, geht der richtige Tierfreund ins Tierheim und hilft so einem der einsamen Tiere wieder glücklich zu werden. Diese Tiere sind oft noch viel anhänglicher als andere, weil sie so sehr auf einen neuen Freund gewartet haben.

Wie lange es dauert, bis ein Tier wieder eine Familie hat, ist sehr unterschiedlich. Junge und hübsche Tiere warten meist nicht lange, oft nur wenige Tage. Ältere oder chronisch kranke Tiere sitzen dagegen oft Wochen und Monate, vielleicht sogar Jahre. Und manchmal sterben sie hinter den Gittern, ohne jemals wieder eine eigene Familie gehabt zu haben. Einige besonders tierliebe Menschen nehmen deshalb gerade diese Tiere auf und bereiten ihnen einen schönen Lebensabend. Sie nehmen es in Kauf, das Tier nicht so lange zu haben, weil sie wissen, wie sehr besonders diese Tiere im Tierheim leiden.

 

Oft wundern sich die Leute, dass sie im Tierheim für ein Tier Geld bezahlen müssen. Das liegt daran, dass das Tier ja schon eine Weile da ist und in dieser Zeit Futter, Wasser, Wärme, Medikamente und vielleicht sogar eine Operation brauchte. Die Tierheimmitarbeiter verdienen also nichts an dem Preis des Tieres.

Leider gibt es immer mal wieder Zeiten, in denen das Tierheim randvoll ist mit verstoßenen Tieren – dann rufen die Mitarbeiter in anderen Tierheimen an und fragen, ob dort noch Platz ist. In ganz Deutschland haben sich mehr als 400 Tierheime und 700 örtliche Tierschutzvereine zusammengeschlossen unter der Dachorganisation des Deutschen Tierschutzbundes, Europas größter Tier- und Naturschutzorganisation.

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Die Suche nach einer neuen Familie ist zwar die Hauptaufgabe eines Tierheims, die Mitarbeiter (viele von ihnen arbeiten in ihrer Freizeit und ohne Geld dafür zu bekommen) lösen aber außerdem noch viele andere Probleme. Zum Beispiel beantworten sie am Telefon Fragen rund um die Tierhaltung, aber auch zum Thema Wildtiere.

Darüber hinaus gibt es Programme zum Fang und zur Kastration wildlebender Katzen, damit es nicht immer mehr junge Katzen gibt, die das Leben auf der Straße führen müssen. Denn Katzen sind keine echten Wildtiere mehr und kommen mit dem Leben dort nur eingeschränkt klar.

Wenn sich genug ehrenamtliche Helfer finden, stellt das Tierheim auch gerne Informationsstände auf Festen auf, um den Menschen möglichst viel über Tierhaltung zu erzählen. Denn nur, wenn man vorher genug über die Bedürfnisse des Tieres weiß, wird es sich beim Menschen wohlfühlen können.

 

Quelle:
Projekt "Tierisch engagiert", www.tierisch-engagiert.de
Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (NzL)

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