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Elfenbeinküste

Allgemeines und Geschichtliches 

Abb FLÄCHE: 322.462 qkm.
BEVÖLKERUNGSZAHL: 17.327.724
BEVÖLKERUNGSDICHTE: 54 pro qkm.

Entdecker aus Europa erreichten die Küste im 15. Jh. und errichteten Handelsniederlassungen für Sklaven und Elfenbein. Die Vorfahren der heute ansässigen Bevölkerungsgruppen sind vor 200 Jahren aus dem Nordosten und Osten eingewandert.

Die französischen Kolonialherren drangen erst in den dreißiger Jahren des 19. Jh. ins Landesinnere vor, nachdem sie Verträge mit den Herrschern an der Küste geschlossen hatten. Im Jahr 1904 erhielt das Land den Status einer eigenständigen Region innerhalb der Föderation Französisch-Westafrika.

Die Elfenbeinküste war in den zurückliegenden Jahren politisch stabil. So konnte ein Wirtschaftswachstum entstehen. Am 25. Dezember 1999 ereignete sich dann der erste Militärputsch in der Geschichte des Landes. Bei den im Oktober 2000 stattgefundenen Präsidentenwahlen erreichte Laurent Gbagbo die Stimmenmehrheit und wurde zum Präsidenten ernannt.

Lage und Klima 

Abb Die Küste, deren Namen das Land trägt, ist von unzähligen Lagunen gesäumt, die meist aufgrund von Untiefen nicht schiffbar sind. An die Küste grenzt dichter Tropenwald, der sich im Westen und Osten rund 265 km, im Zentrum ungefähr 100 km ins Landesinnere erstreckt. Dahinter geht das Land in die Savanne (Grasland) über.

Es herrscht im Regenwaldstreifen tropisches Klima mit reichlichen Regenfällen. Der durchschnittliche jährliche Niederschlag liegt zwischen 1900 mm an der Küste und rund 1100 mm in der Savanne. Im Süden gibt es zwei Regenzeiten, von März bis Juli und von September bis November. Im Norden dauert die Regenzeit von März bis Juli. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 26,1°C.

 

Sehenswürdigkeiten 

Die Regionen im Zentrum des Landes sind von Wald bedeckt. Mehr als 225 Baumarten, darunter Obeche, Mahagoni und Iroko sind dort beheimatet. Die Abholzungsrate der Regenwälder ist die höchste weltweit; das einzige unberührte Waldstück befindet sich im 3600 km? großen Taï National Park im Südwesten des Landes. Schakale, Hyänen, Panther, Elefanten, Schimpansen, Krokodile sowie verschiedene Eidechsen und Giftschlangen bestimmen die Tierwelt des Landes.

Wirtschaft 

Die Republik Elfenbeinküste hat im Norden ein stark landwirtschaftlich geprägtes Gebiet. Rund 60% der erwerbstätigen Bevölkerung sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Für den Export wird Kaffee, Kakao, Zuckerrohr, Kochbananen, Baumwolle und Ananas angebaut. Das Land ist einer der führenden Weltproduzenten sowohl von Kakao als auch von Kaffee.

Weitere Agrarprodukte, hauptsächlich für den heimischen Bedarf, sind Hirse, Erdnüsse Maniok, Reis, Mais und Yams. Die Regierung fördert die Anlage von Palmöl- und Kautschukplantagen sowie den Anbau von Baumwolle Zuckerrohr und Sojabohnen. Die Produktion von Nutzholz hat große Bedeutung für die Wirtschaft. Zu den wichtigsten Exporthölzern gehören Mahagoni, Iroko, Sipo, Obeche und Makore. Die Hartholzexporte sind ähnlich hoch wie jene Brasiliens, das 20 Mal größer ist. Entlang der Küste wird Fischfang betrieben.

 

Quelle: Kartengrafik: Medienwerkstatt

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