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Guinea-Bissau

Allgemeines und Geschichtliches 

Abb FLÄCHE: 36.125 qkm.
BEVÖLKERUNGSZAHL: 1.376.400
BEVÖLKERUNGSDICHTE: 38 pro qkm.

Von der Frühgeschichte des Landes ist wenig bekannt. Die wichtigsten Bevölkerungsgruppen, wie die Balante und Pepel, siedelten sich im 12. Jahrhundert in der Region an. Im Jahr 1456 erreichte der portugiesische Sklavenhändler Nuño Tristão das heutige Guinea-Bissau.

In Bissau wurde 1687 eine portugiesische Niederlassung errichtet in der vor allem mit Sklaven und Gold gehandelt wurde. Das Gebiet bildete bis 1879 eine Verwaltungseinheit mit den Kapverdischen Inseln und wurde danach eine eigene Kolonie. Erst 1915 konnten die Portugiesen auch das Landesinnere unter ihre Kontrolle bringen. Im Jahr 1952 wurde Guinea-Bissau zur Überseeprovinz.

Im September 1973 riefen die Rebellen eine unabhängige Republik aus, die von der UN-Generalsversammlung anerkannt wurde.

Lage und Klima 

Abb Der überwiegende Teil von Guinea-Bissau besteht aus einer sumpfigen Küstenebene. Das Land erhebt sich allmählich zu einer Plateaufläche im Osten. Der höchste Punkt mit rund 310 m liegt im Südosten des Landes.

Zahlreiche Flüsse durchqueren das Land von Ost nach West und bilden im Mündungsbereich ein breites Delta. Fast alle Flüsse sind schiffbar und dienen als Hauptverkehrsadern.

Das Klima wird von der Lage in den Tropen bestimmt. Es herrscht eine mittlere Jahrestemperatur von 25°C. Die Regenzeit dauert von Juni bis November, der durchschnittliche Jahresniederschlag in Bolamâ beträgt 2100 mm. Die Unterschiede zwischen Ebbe und Flut sind beträchtlich; führen die Flüsse während der Regenzeit Hochwasser kann bei Flut bis zu einem Drittel des Landes unter Wasser gesetzt werden.

 

Sehenswürdigkeiten und Kultur 

Abb Im Februar ist in Guinea Bissau Karnevalszeit. Da werden mehrtägige Feiern abgehalten, die von traditionellen Tänzen und Paraden geprägt sind. Bei diesem Anlass tragen die Einwohner Masken. Zwei bedeutende muslimische Feiertage sind das Fest am Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan und Tabaski.

Wirtschaft 

Die Wirtschaft Guinea-Bissaus ist von landwirtschaftlicher Erzeugung für den Eigenbedarf bestimmt. Zu den wichtigsten Agrarerzeugnissen gehören das Grundnahrungsmittel Reis, Maniok und Mais.

Erdnüsse und Datteln, die im Landesinneren angebaut werden, zählen zu den wichtigsten Exportgütern.

Die Fischereiwirtschaft wurde in den letzten Jahren modernisiert und ist heute eine weitere Einnahmequelle im Export. Im Landesinneren spielt die Viehzucht eine wesentliche Rolle. Die industrielle Fertigung beschränkt sich hauptsächlich auf die Verarbeitung von Rohstoffen und die Weiterverarbeitung von Agrarprodukten.

Die vermutlich reichen Bodenschatzlager (Bauxit, Zink, Kupfer, Phosphat, Diamanten und Erdöl) können wegen fehlendem Geld nicht abgebaut werden. Die ständigen Bürgerkriege im Land verhindern dies ebenfalls.

 

Quelle: Kartengrafik: Archiv Medienwerkstatt

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