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Tschad

Abb Zumindest seit dem Jahre 500 vor Christus war das Gebiet um den Tschadsee erstmals besiedelt worden. Im 8. Jahrhundert nach Christus begannen Berberstämme einzuwandern und sich zu vereinigen, was die Grundlage für das Entstehen des Königreichs von Kanem im 9. Jahrhundert bilden sollte. Das Königreich von Kanem hatte im Jahre 1085 schließlich den Islam als Religion angenommen und sollte das Gebiet bis ins 19. Jahrhundert beherrschen.

Lage und Klima 

Abb Die Landschaft des Tschad ist fast zur Hälfte eine Wüstenlandschaft. Die Sahara bedeckt mehr als 40% der Landesfläche. Im Vulkanmassiv des Tibesti befindet sich die höchste Erhebung des Landes, der Emi Koussi mit 3.415m. Im Zentrum des Landes ist eine von Sumpflandschaften geprägte Mischsavanne, die sich nach Südwesten hin zum Tschadsee öffnet und von dort Richtung Süden zum Qubangiplateau ansteigt.

Der Tschad kann in drei Klimazonen unterteilt werden. Im Norden des Landes herrscht heißes und trockenes Klima vor, Regen fällt nur äußerst selten. Das Landesinnere ist zwischen März und Juli durch eine Hitzeperiode, zwischen Mai und November durch eine Regenzeit mit durchschnittlichen Niederschlägen von 250 bis 750 mm, und zwischen September und April durch eine kalte Trockenzeit geprägt. Bis in die aktuelle Zeit hinein gab es im Tschad immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen um die Regierung. Auch mit dem Nachbarn Libyen gibt es immer wieder Streitigkeiten.

 

Sehenswürdigkeiten, Pflanzen und Tierwelt 

Der Tschad ist vor allem durch Savannenvegetationen mit den typischen Büschen und dem Weideland gekennzeichnet. Die fruchtbarsten Regionen, die eigentlich für die Nahrungsmittelversorgung des gesamten Landes verantwortlich zeichnen, befinden sich im Süden. Dieser Landesteil beherbergt auch zum Großteil die Tierwelt des Tschad, darunter Elefanten, Nashörner, Giraffen, Strauße, Löwen und Büffel.

Die Region um den Tschadsee verfügt über eine vielfältige Vogelwelt, wogegen die Wüstenregionen den passenden Lebensraum für eine Anzahl von Reptilienarten darstellen.

Wirtschaft 

Das Rückgrat der Volkswirtschaft des Tschad ist die Selbstversorgerlandwirtschaft durch Ackerbau. Dieser Wirtschaftssektor beschäftigt auch nahezu 85% der aktiven Bevölkerung des Landes. Die besten Anbaugebiete befinden sich im Süden, wo die Niederschlagshäufigkeit die Kultivierung von Baumwolle und Erdnüssen für den Export und einiger Feldfrüchte für den Eigenbedarf begünstigt. Außerdem wird noch Viehzucht (Rinder, Schafe, Ziegen und Kamele) und Fischfang (rund um den Tschadsee) betrieben. Die wichtigsten Bodenschätze des Landes sind Natron und Uran. Der Industriesektor beschränkt sich auf die Lebensmittelverarbeitung und die Herstellung von Textilien.

 

Quelle: Grafik: Medienwerkstatt

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