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Thusnelda

„bis zur Tussi"

Thusnelda war eine Tochter des Cheruskerfürsten Segestes und die Gemahlin des Cheruskerfürsten Arminius. Ihr Geburtsjahr ist nicht bekannt (ca. um 15 v. Chr.).
Die Rache der Römer für die geschlagenen Legionen in der Varus-Schlacht 9 n. Chr. ließ nicht lange auf sich warten.
Nero Claudius Germanicus übernahm 13 n. Chr. den Oberbefehl am Rhein. Er unternahm 5 große Feldzüge rechts des Rheines bis zum Jahre 16 n. Chr. Hierbei wurde die Frau des Arminus mit ihrem Sohn gefangen genommen.

 

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Am 26. Mai 17 n. Chr. wurden Thusnelda und ihr Sohn Thumelicus in einem Triumphzug durch Rom als Trophäen mitgeführt. Bei diesem demütigenden Spektakel war ihr Vater als Ehrengast anwesend. Er war immer schon gegen die Verbindung mit Arminius gewesen.
Der jetzige Kaiser Tiberius erhoffte sich damit auch eine Kapitulation der germanischen Stämme.
Was anschließend mit ihnen geschah ist nicht bekannt. Der Junge soll in Ravenna aufgewachsen sein.

 

(Vercingetorix der Anführer der gallischen Stämme gegen Ceasar wurde nach seiner Gefangennahme jahrelang in einem Gefängnis in Rom wie ein Tier gehalten und dann erdrosselt.)

Der Name Thusnelda oder auch Tusnelda war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein gebräuchlicher Frauenname.
Zu Ende des 20. Jahrhunderts wurde aus der liebgemeinten Abkürzung Tussi dann ein abwertendes Wort für Ehefrauen und Frauen allgemein.

 

 

 

Quelle: Bilder: H-D Richter

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