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Dominikanische Republik - Allgemeines und Geschichte

Allgemeines 

Abb Die Dominikanische Republik liegt im Norden des Karibischen Meeres.
Sie ist der östliche Teil der Antilleninsel Hispaniola und grenzt an Haiti.

Diese Westindische Insel ist 48400 km² groß. Die größte Stadt ist Santa Domingo im Süden der Insel. Sie ist auch gleichzeitig Hauptstadt.

Auf der Insel leben ca. 8,8 Millionen Einwohner.

Die durchschnittliche Tagestemperatur liegt bei ca. 30° C, die Luftfeuchtigkeit bei ungefähr 50%.

Im Süden der DomRep (karibische Seite) hat das Wasser eine Durchschnittstemperatur von 27°C. Im Norden ist es etwas kühler.

Im Landesinneren gibt es die grünen Berghänge der Cordillera Central. Der höchste Berg ist der Pico Duarte mit 3175 m.

Die durchschnittl. Jahres-Niederschlagsmenge im Gebirge beträgt 2000 mm und in der gesamten DomRep 1525 mm.

Geschichte 

Abb Im Jahre 1492 landete Christoph Kolumbus auf der Insel und gab ihr den Namen Hispaniola. Die Arawaken, die zu den größten Sprachfamilien gehörten, lebten zu dieser Zeit dort. Sie befanden sich allerdings in kämpferischen Auseinandersetzungen mit den Kariben, die mehr und mehr die Oberhand in der Karibik bekamen. Nach der Entdeckung der Insel durch Christoph Kolumbus kamen mehr und mehr europäische Kolonisten dorthin.

Im 16. Jahrhundert war von der einheimischen Bevölkerung nichts mehr zu sehen. Kriege und Krankheiten führten zur Vernichtung der Insulaner. Nach und nach kamen immer mehr Sklaven aus Afrika und wurden als hart arbeitende Arbeitskräfte auf den Plantagen eingesetzt.

1586 plünderte Sir Francis Drake Santa Domingo. Französische Soldaten ließen sich im Westen der Insel, dem heutigen Haiti, nieder.

1697 musste Spanien im Frieden von Rijswijk den westlichen Teil Hispaniolas an Frankreich abtreten.

1791 gab es im Westen der Insel eine große Rebellion. Eine halbe Million Sklaven forderten Gleichberechtigung und Freiheit.

1795 verlor Spanien im Frieden von Basel den Ostteil der Insel ebenfalls an Frankreich.

Im Jahre 1809 bezwangen spanische Kreolen mit britischer Militärunterstützung die französischen Truppen. Der östliche Teil der Insel wurde wieder spanisch.


Am 10. Dezember 1821 erklärt der spanische Inselteil seine Unabhängigkeit. Daraufhin erfolgt eine 22jährige Besetzung von Haiti.

1844 gab es erneut einen Aufstand im Osten der Insel. Daraufhin erklärte der Osten am 27. Februar 1844 erneut seine Unabhängigkeit. Der Putschversuch gelang. Daraufhin wurde aus dem östlichen Teil der Insel die Dominikanische Republik.

Pedro Santana wurde erster diktatorisch regierender Präsident. Die Dominikanische Republik fiel aufgrund seiner Initiative unter spanischer Hoheit. 1865 erfolgte jedoch wieder die Trennung. Im 19. Jahrhundert stabilisierte sich das Land wieder; sowohl innen- als auch außenpolitisch.

Die Dominikanische Republik näherte sich Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs. Kredite aus dem Ausland wurden gewährt. Jedoch gerieten sie in Zahlungsverzug. Daher übernahmen die USA ab 1905 die finanzielle Kontrolle.

 

Abb Von 1916-1924 wurde die Regierung von Seiten der USA nach weiteren Unruhen übernommen.

1930 übernahm Diktator Rafael Leonidas Trujillo die Macht. Der Aufschwung wurde in Gang gesetzt; allerdings unter Gewaltherrschaft. 1961 fiel er einem Attentat zum Opfer. Seine Familie musste das Land verlassen.

Am 20. Dezember 1962 wurden nach 30 Jahren Diktatur die ersten Wahlen durchgeführt. Gewinner war der linksliberale Juan Bosch, der allerdings nach 6 Monaten Amtszeit wieder gestürzt worden ist. Eine Militärjunta regierte. Ständige Eskalationen führten 1965 zum Bürgerkrieg, der bis 1966 andauerte.

1966 gewann Joaquin Balaguer die Präsidentschaftswahlen. 12 Jahre behielt er sein Amt inne.

Ende der 60er Anfang der 70er Jahre waren Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung. Vom Staat anerkannte Todeskommandos wurden tätig.

Als Jimmy Carter im Jahr 1977 Präsident der Vereinigten Staaten wurde, erhöhte man den Druck auf die Regierung der Dominikanischen Republik. Man forderte, die Menschenrechte anzuerkennen und zu gewährleisten.

Im Jahre 1978 wurde Silvestre Antonio Guzmán Fernández Präsident gefolgt von Jorge Salvador Blanco im Jahre 1982. Die Republik geriet erneut in eine Wirtschaftskrise, der wiederum Streiks und Unruhen folgten.

Balaguer nutzte die schlimmen wirtschaftlichen Zeiten zu einem Neuanfang und kehrte 1986 als Präsident wieder an die Macht. Er blieb bis 1996 im Amt. Nachfolger wurde Leonel Fernández Reyna.

Bei den Wahlen im Mai 2000 wurde Hipólito Mejía Präsident der Dominikanischen Republik. Soziale Gerechtigkeit war für ihn oberste Priorität. Allerdings stieg während seiner Amtszeit die Inflationsrate auf 45% und die Verschuldung des Landes eskalierte.

Im Jahre 2004 wurde erneut Leonel Fernández Reyna Präsident. Sein Ziel war: Stabilisierung der Wirtschaft und Verhandlungen über die Auslandsschulden mit den USA.

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Quelle:
Landkarte: Archiv Medienwerkstatt
Fotos 1 und 2: Mit freundlicher Genehmigung von Heidrun Porten

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