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Die industrielle Entwicklung - Teil 1

Abb Im Jahre 1857 wurde dann eine Landstraße nach Münster gebaut. Sie war mit Basaltsteinen gepflastert und führte durch das damalige Dorf Datteln am Marktplatz (Tigg) vorbei. Hier gab es zu dieser Zeit schon einige kleine Geschäfte und Gastwirtschaften.

Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich das ländliche Leben auch in Datteln grundlegend.

Verantwortlich dafür waren zwei wichtige Ereignisse: Der Ausbau der Wasserstraßen und die ersten Kohlefunde in der Bauernschaft Hagem im Jahre 1873.

Abb Bisher hatte die industrielle Entwicklung des Ruhrgebietes kaum Auswirkungen auf das Leben in Datteln gehabt.

Schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts waren Pläne erarbeitet worden, um ein Kanalnetz zu bauen. Zuerst begann man dann im Jahre 1893 den Dortmund-Ems-Kanal zu bauen. Er sollte Dortmund mit dem Seehafen Emden verbinden. Gleichzeitig wurde an der Grenze zwischen Datteln und Henrichenburg mit dem Bau des Schiffshebewerkes begonnen.

So fanden viele Dattelner Dorfbewohner eine neue Arbeitsstelle. Auch ausländischer Arbeiter kamen ins Dattelner Gebiet. Durch den Anstieg der Einwohnerzahl hatten auch die Kaufleute und die Gastwirtschaften größere Einnahmen.

 

Abb
Auch das Anlegen von Bohrlöchern auf der Suche nach Kohle brachte zusätzliche Arbeitsplätze.

Da die Kohle aber in Datteln viel tiefer lag als an anderen Stellen im Ruhrgebiet, wurde zunächst noch keine Zeche gebaut. Denn die Menschen besaßen noch nicht die technischen Möglichkeiten eine solche Anlage zu bauen, um Kohle in dieser Tiefe abzubauen.

Erst am 1. September 1902 wurde mit den Arbeiten für den Bau einer Doppelschachtanlage begonnen.

Abb Das Abteufen ( "abteufen" bedeutet: in die Erde hinab bauen ) war hier besonders schwierig, weil das Deckgebirge sehr hoch war. Auch hatten die Menschen bei den Arbeiten immer wieder gegen den starken Wasserzufluss zu kämpfen.

Im Jahre 1906 konnte dann mit der Steinkohleförderung begonnen werden.

Ein Jahr später begann man mit dem Abteufen des 3. Schachtes, und im Jahre 1912 kam noch ein 4. Schacht hinzu.





Quelle: Kollegium der Gustav-Adolf-Schule in Zusammenarbeit mit dem Hermann-Grochtmann-Museum der Stadt Datteln

Literaturangaben...

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