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Kirchhöfnerring

Im Ring der Häuser um die uralte Kirche St. Petrus - heute Kirche am Markt - wird der Ursprung von Kettwig vermutet.
Ein Vorgängerbau der Kirche war wohl um 800 die Eigenkirche eines fränkischen Herrn, dessen „Hof von Kettwig" in idealer Lage am Hang über der Ruhr lag.

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Er wurde später zum Stammhaus der Familie Scheidt.
Um das Jahr 1000 ging der Hof in den Besitz der Abtei Werden über.
Das Haus Kirchtreppe 7 „ Die Stiege" öffnet sich nicht zur Kirche, ist aber auf der Kirchhofsmauer erbaut.
Es ist schon 1368 das „Hillenhaus" vor dem Kirchhof.
Im 15. Jahrhundert wird ein „Wever" als Bewohner genannt.
Kirchtreppe 8 war 1368 „Cronenbergs Haus am Kirchhof an den Trappen" und spätestens 1511 „Keuthaus" (Brauhaus für süßes Starkbier).
Bei der Neugestaltung 1880 erhielt das Vorderhaus mit Martin-Luther-Platz 4 eine eigene Adresse.
Es ist in seinem Inneren entkernt, der alte Keller ist jedoch erhalten geblieben.
Das  Haus Nummer 5 wurde nach 1513 gebaut.
Hier befinden sich zwei übereinander versetzte Gewölbekeller parallel zur Hausfront.
Damit wird ein Höhenunterschied von 5 m überwunden.

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Haus Nummer 6 stammt aus der gleichen Zeit.
Es gehörte 1528 einem „Schroder" (Zuschneider) und erhielt damals als rückwärtigen Kellerausgang ein verziertes Portal.
Wegen der Nähe zu Haus Nummer 5 ist der vordere Giebel ist nach links geneigt.
Im Keller befindet sich ein mehr als 10 m tiefer Brunnen, in dem Porzellan und Glas eines gutbürgerlichen Haushalts um 1900 gefunden wurde.
Haus Nummer 7 ist anscheinend ein „Neubau" aus der Zeit nach 1720.
Wegen des zu geringen Abstandes zu Haus Nummer 8 ist der Giebel nach rechts geneigt.
Haus Nummer 8 war um das Jahr 1000 der „Hof von Kettwig" und fiel 1681 an Gottfried Scheidt, der 1692 das Nachbarhaus 8a hinzukaufte.
Damit entstand hier das Stammhaus der Tuchfabrik Johann Wilhelm Scheidt.
Zum Haus gehört der geräumige Hof „in dem Endenpott".
1923 ließ Wilhelm Scheidt die Häuser 8 und 8a völlig entkernen und neu errichten.
Bemerkenswert sind die hölzernen Haustüren.

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Haus Nummer 9 war um 1512 das Küsterhaus, um 1835 Buchbinderei Girarder und ging nach 1870 in den Besitz der Familie Wieschmann.
Sie stellte Ansichtskarten her und verkaufte Puppen.
Martin-Luther-Platz 10 war das „Gildehaus".
Es wurde erstmals 1397 und letztmalig 1727 genannt.
Von 1736 bis 1957 war es das Haus der Küsterfamilie Kinzius.
1893 erhielt das Gildehaus seine heutige Front.
In seinem Inneren ist es entkernt.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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