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Der Südosten (Creek, Cherokee, Chickasaw, Choctaw, Seminolen)

Abb Muskogee – eine der wichtigsten indianischen Sprachgruppen im Südosten der USA – wird noch von etwa 6.200 der 20.000 Menschen der Stämme der Creek und Seminolen in Oklahoma, Alabama und Florida gesprochen.

Die Creek (deren Selbstbezeichnung "Muskogee" lautet) sind ein Indianervolk Nordamerikas im Südosten der USA. Ihre Sprache zählt zur Familie der Muskogee-Sprachen.

Im Jahre 1716 bildeten sie mit verschiedenen anderen Stämmen (Seminolen, der Chickasaw, Choctaw, Alabama, Muskogee) den so genannten „Creek-Bund“, dessen Angehörige den größten Teil von Georgia und Alabama bis zum Golf von Mexiko besiedelten.

Am 12. Februar im Jahre 1825 unterzeichneten einige Häuptlinge der Creek-Indianer den Vertrag „Treaty of Indian Springs“, in dem sie den größten Teil der verbliebenen Stammesgebiete in Georgia aufgaben.

Einer ihrer Häuptlinge namens William McIntosh, wurde aus diesem Grund am 31. Mai im Jahre 1825 als Verräter von anderen Creek-Indianern erschossen.

Mit dem Indianervertreibungsgesetz des Präsidenten Andrew Jackson im Jahr 1830 wurde der größte Teil der Creek aus ihren ehemaligen Gebieten in Georgia in ein Indianerterritorium nach Oklahoma vertrieben.

Abb

Die Creek-Indianer gingen auf die Jagd, betrieben Fischfang und Landwirtschaft.

Sie lebten in Dörfern, die aus Holzhäusern bestanden, die außen mit Ton verkleidet und rechteckig waren.

Meistens waren sie um einen Platz herum gebaut, der für Zeremonien bestimmt war.

Oft lagen ihre Häuser an kleinen Flüssen (englisch: creek). Aus diesem Grund erhielten die Creek von den europäischen Händlern ihren Namen.

Wie viele andere Völker des Südostens auch - bevorzugten die Creek Tätowierungen und anderen Körperschmuck.

 

Abb Die Cherokee (die sich selbst als „Tsalag“ bezeichneten, ursprünglich auch Aniyunwiya und Anikituhwagi) sind heute das größte Indianervolk Nordamerikas. Ihr Siedlungsgebiet war ursprünglich die Region vom Ohio-River bis in die heutigen US-Bundesstaaten Georgia und Alabama.

Mit den Indianerstämmen der Chickasaw, Choctaw, Creek und Seminolen wurden sie zu den fünf zivilisierten Nationen gezählt.

In den Jahren von 1809 bis 1819 entwickelte Sequoyah, der Sohn einer Cherokee-Indianerin und eines europäischen Händlers, eine eigene Silbenschrift ( Das Cherokee-Alphabet).

Sequoyah, der selbst Lesen und Schreiben gelernt hatte, wollte damit für seinen Stamm eine Zeichensprache nach dem Vorbild der Weißen entwickeln.

Damit war der Stamm der Cherokee der einzige Indianerstamm Nordamerikas, der eine eigene Buchstabenschrift hatte.

Ursprünglich betrieben die Cherokee Landwirtschaft, wobei sie Mais, Bohnen und Kürbisse anbauten. Auch gingen sie auf die Jagd nach Hirschen, Bären und den Wapiti.

Heute wird die Sprache der Cherokee noch von 12.000 bis 22.000 Menschen gesprochen, und sie wird noch immer in der eigenen Schrift geschrieben, dem Cherokee-Alphabet geschrieben.

Abb Auch die Chickasaw sind ein Indianer-Volk der Muskogee-Sprachfamilie. Bis zu ihrer zwangsweisen Umsiedlung lebten sie bis zum Jahre 1830 in der Region, die auf dem Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Mississippi, Kentucky, Alabama und Tennessee liegt.

Der Stamm der Chickasaw, der ursprünglich zu den Choctaw gehörte, zählte zu den sogenannten zivilisierten Stämmen, die in gut organisierten Dorfgemeinschaften mit einem durchdachten Rechtssystem lebten.

Heute leben noch etwa 36.000 Mitglieder der Chickasaw im Bundesstaates Oklahoma. Sie verfügen über keine eigene Indianerreservation mehr.

Dort lebten sie lange Zeit in großer Armut. In den 1970er Jahren rief die US-Regierung die Stammesregierung wieder ins Leben und erlaubte den Chickasaw Wahlen, was auch zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse führte.

Im Jahre 1987 sprachen nur noch etwa 1.000 Chickasaw ihre traditionelle Sprache, die meisten von ihnen waren bereits älter als 40 Jahre.

Auch die Choctaw sind ein nordamerikanischer Indianer-Stamm. Sie waren einer der ersten Indianerstämme Nordamerikas, die Bekanntschaft mit den europäischen Einwanderern machten.

Die Stammesangehörigen der Choctaw waren weniger kriegerisch als ihre Feinde, die Chickasaw und die Creek. Sie lebten in strohbedeckten Hütten aus lehmverschmierter Baumrinde und ernährten sich hauptsächlich von der Landwirtschaft. Mit Hilfe von einfachen Werkzeuge bauten sie Mais, Bohnen, Süßkartoffeln, Kürbisse und Tabak an.

Nach den ersten Kontakten mit weißen den Siedlern betrieben sie auch Rinderzucht. Den Überschuss, den sie erwirtschafteten, verkauften sie oder tauschten ihn gegen andere Waren ein.

Neben der Landwirtschaft lebten die Choctaw auch vom Fischfang und von der Jagd. Dazu benutzten sie Blasrohre und Pfeile. So wie die Seminolen und die Chickasaw züchteten auch die Choctaw eigene Pferderassen.

Ab 1820 wurden die Angehörigen des Stammes der Choctaw sesshaft und glichen sich in ihrer Lebensart immer mehr den weißen Einwanderern an. Zu diesem Zeitpunkt zählte das Volk der Choctaw etwa 21.000 Mitglieder.

Nach ihrer Zwangsumsiedlung in die Indianerreservation nach Oklahoma, bei der von etwa 14.000 Indianern 4.000 starben, gründeten die Stämme der Seminolen, Creek, Cherokee, Choctaw und Chickasaw im Jahre 1859 die „Die fünf zivilisierten Nationen“.


Die Seminolen, die ursprünglich Stammesgruppen der Creek waren, erhielten von diesen den Beinamen „Die Davongelaufenen“.

Sie lebten in offenen Häusern, deren Dächer mit Palmwedeln bedeckt waren. Sie bauten vorwiegend Mais an, der auch ihre Hauptnahrungsquelle darstellte. Außerdem sammelten sie Eicheln, jagten Hirsche, Bären und Kaninchen und ernährten sich vom Fischfang.

Wie die Indianer der Creek waren auch die Seminolen ein sehr kriegerisches Volk, das immer wieder Überfälle auf die weißen Siedler plante und durchführte.

 

Quelle:
Fotos 1-3: http://lcweb2.loc.gov/pp/pphome.html
public domain

Bild 1/ Creek: Digital ID: cph 3b38801 Source: b&w film copy neg.
Reproduction Number: LC-USZ62-92503 (b&w film copy neg.)
Bild 2 /Creek : Digital ID: cph 3c10850 Source: b&w film copy neg.
Reproduction Number: LC-USZ62-110850 (b&w film copy neg.)
Repository: Library of Congress Prints and Photographs Division Washington, D.C. 20540 USA
Bild 3 / Creek: Digital ID: ppmsc 02508 Source: digital file from original print
Reproduction Number: LC-DIG-ppmsc-02508 (digital file from original print) , LC-USZC4-1978
Repository: Library of Congress Prints and Photographs Division Washington, D.C. 20540

Bild 4: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:416px-Sequoyah.jpg
http://de.wikipedia.org/wiki/GNU-Lizenz_f%C3%BCr_freie_Dokumentation
Sequoyah mit einer Tabelle der von ihm entwickelten Cherokee-Schrift
Bild 5: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:CherokeeBeispiel.png
http://de.wikipedia.org/wiki/GNU-Lizenz_f%C3%BCr_freie_Dokumentation

Foto 6: Seminolenhäuptling http://www.photolib.noaa.gov/library/libr0140.htm
Image ID: libr0140, Treasures of the NOAA Library Collection
Photographer: Archival Photograph by Mr. Sean Linehan, NOS, NGS

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