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Esperanza und Alfredo in Cazombo

Abb Ein großer Teil der Region um die Stadt Cazombo ist im angolanischen Bürgerkrieg zerstört worden.

Für die früheren Einwohner Cazombos, die heute dorthin zurückkehren, sind die Lebensbedingungen äußerst hart. Es gibt keine Schulen, keine Krankenhäuser oder medizinische Einrichtungen und eine nur unzureichende Wasserversorgung.

Reichlich vorhanden sind jedoch Landminen, weshalb die Mienenräumung und die Aufklärung über ihre Gefahren sowohl für die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen als auch die Rückkehrer sehr wichtig sind.

Viele der zurückkehrenden Einwohner sind Flüchtlinge, die in Sambia gelebt haben.

Esperanza ist 16 Jahre alt. Zusammen mit ihrer Mutter und ihren Schwestern ist sie in die Nähe von Cazombo zurückgekehrt.

Ihr Vater ist Kongolese und gilt als verschollen. Ihre Familie hat ein Flüchtlingsdasein geführt, zuerst in Sambia, dann in der Demokratischen Republik Kongo.

Esperanza arbeitet den ganzen Tag: Entweder bestellt sie für ihre Mutter das Land und kauft oder verkauft Zuckerrohr, um dabei etwas Gewinn zu machen, oder sie erledigt Arbeiten im Haushalt wie Waschen und Kochen.

Esperanza ist noch nie zur Schule gegangen. Sie kann weder lesen noch schreiben, nicht einmal ihren eigenen Namen.


Abb Alfredo wurde im Exil in Sambia geboren. Er ist 14 Jahre alt. Seine Mutter ist immer noch in Sambia.

Er ist nach Cazombo zurückgeschickt worden, wo er bei seinem Halbbruder Manuel lebt, um dort eine Ausbildung zu erhalten.

In Sambia war Alfredo in der siebten Klasse. Er sollte im nächsten Jahr in die achte Klasse gehen, doch gibt es in Cazombo gibt es keine weiterführenden Schulen mehr. Alle Schulgebäude wurden im Bürgerkrieg zerstört.

Weil Alfredo in Sambia aufgewachsen ist, spricht er Englisch, nicht aber Portugiesisch, die offizielle Landessprache in Angola.


Er ist ohne jede offizielle Unterstützung nach Angela zurückgekehrt und hat keine Papiere oder Dokumente. Jetzt muss er seine Schulzeugnisse aus seiner alten Schule in Sambia anfordern und Portugiesisch lernen, bevor er in der Schule weiterkommen kann.

(aus: UNHCR (das ist die UN-Flüchtlingsorganisation): Jugendliche Flüchtlinge in Afrika – die Zukunft aufbauen. Unterrichtsmaterialien für Schüler der 7. Bis 11. Klasse, 2003, www.unhcr.de unter: http://unhcr.de/pdf/432.pdf)

 

 

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von: http://www.unicef.de

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