Kategorie:  Alle    Pflanzen     Die Frühblüher am Beispiel der Tulpe   

Die Erfolgsgeschichte der Königin unter den Frühlingsblumen

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Man sieht es der Tulpe nicht an und traut es einer Blume eigentlich auch nicht zu, dass sie im 17. Jahrhundert ein ganzes Land in Aufruhr versetzt hat.

Als die Tulpe im 17. Jahrhundert in den Niederlanden bekannt wurde, war sie noch eine Seltenheit.

Diese Blume, die heute so untrennbar mit den Niederlanden verbunden ist und dort auch auf großen Tulpenfeldern wächst und gezüchtet wird, war dort einst eine exotische Rarität.

Die Tulpenzwiebeln wurden damals mit dem Vielfachen ihres Gewichts in Gold aufgewogen.

Die ersten Tulpenzwiebeln brachte im Jahre 1554 der flämische Diplomat Ogier de Busbecq aus der Türkei mit nach Europa.

De Busbecq übergab die Zwiebeln einem holländischen Botaniker namens Professor Carolus Clusius, der sie daraufhin im Botanischen Garten der Universität zu Leiden anpflanzte.

 

Damit leitete er unbewusst einen Zeitabschnitt ein, die heute als „Tulpomanie" bekannt ist.

Wie im Sturm eroberte die damals exotische Blume die Gärten von Botanikern und Blumenliebhabern.

Die allgemeine Begeisterung für diese noch neue und damals unbekannte Blume war so groß, dass mit den Zwiebeln sogar spekuliert wurde, und einzelne Tulpenzwiebeln für ungeheure Geldsummen an den Tulpenbörsen ihre Besitzer wechselten.

Mit dieser neuen und so kostbaren Blume wollten viele Leute schnell das große Geld machen, und es kam zu einem regelrechten Tulpenrausch.

Große Tulpenbörsen entstanden, an denen Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung Tulpenzwiebeln kauften und verkauften, und das häufig sogar, ohne sie vorher gesehen zu haben.

Denn die Zwiebeln lagen ja von September bis Juni in der Erde.

So ging die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts als Tulpomanie in die Geschichte ein, und mit den Zwiebeln machten viele Leute große Spekulationsgewinne.

Doch im Jahre 1637 brach der Tulpenzwiebelmarkt plötzlich zusammen, denn das Angebot war inzwischen viel größer geworden als die Nachfrage.

Es gab Menschen, die daraufhin ihr gesamtes Vermögen verloren hatten, weil sie in Tulpenzwiebeln investiert hatten, deren Wert von einem Tag auf den anderen ins Bodenlose gestürzt war.

 

Dieser rasanten und bemerkenswerten Geschichte verdankt die Tulpe ihren Ursprung als Motiv in sämtlichen Bereichen des kulturellen Lebens und der Kunst.

Der Beliebtheit der Tulpe haben diese Ereignisse aber keinen Abbruch getan.

 

Die Tulpe in ihren vielfältigen Formen und Blütenfarben ist eine faszinierende Blume geblieben und begeistert auch heute noch viele Menschen, zumal sie zu den ersten Blumen gehört, die im Frühling erblühen und nach dem trostlosen Winter Farbe in die Gärten und Parkanlagen bringt.

Heutzutage sind die Zwiebeln glücklicherweise erschwinglich und ein Frühlingsgarten ohne Tulpen ist kaum noch denkbar, denn die Tulpen sind heute die wichtigsten Frühlingsblumen.

Holland entwickelte sich im Laufe der Zeit zum Zentrum von Tulpenzucht und Tulpenhandel, der von hier aus weltweit betrieben wurde.

Daher galt ab dem 19. Jahrhundert die Tulpe gleichsam als ein Symbol der Niederlande.

Die Tulpenzucht hat Holland berühmt gemacht, und sie macht es heute auch möglich, zu einem erschwinglichen Preis, Vasen und Gärten mit den schönen Frühlingsblumen zu schmücken.

 

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Quelle:
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