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Reichenau: Drei Kirchen auf einer Insel

Die ersten Bewohner 

Abb Am Ende des Dammes, an der Stelle, wo die eigentliche Insel beginnt, werden die Besucher von einer übergroßen Statue des heiligen Pirmin begrüßt. Er kam im Jahr 724 als Wandermönch auf die damals unbewohnte Insel, um hier auf Befehl von Kaiser "Karl dem Großen" ein Kloster zu gründen.

Pirmin und seine Mönche wollten die Alemannen, die in der Gegend des Bodensee lebten, zum christlichen Glauben bekehren. Eine Legende sagt, dass Schlangen, Ungeheuer und sonstiges Teufelsgetier ins Wasser flohen, als der heilige Pirmin die Insel betrat.

Die Mönche bauten in der Folgezeit neben dem berühmten Kloster drei Kirchen, die man heute noch besichtigen kann, und die zu den ältesten noch erhaltenen Kirchen in Deutschland gehören.
Auf der Insel Reichenau gab es damals auch eine große Klosterschule und eine bedeutende Bibliothek. Die Mönche lernten das Schreiben mit der Hand und schrieben für den Kaiser zum Beispiel die Gesetzbücher.

Damals gab es noch keine Kopiergeräte, und so musste jedes Buch einzeln mit der Hand geschrieben werden.
Die Mönche betrieben auch Landwirtschaft und ernährten sich selbst. Sie merkten rasch, dass auf der Insel Reichenau ein günstiges Klima für viele Pflanzen herrscht. Und so entstand auch das erste bedeutende Buch mit den Regeln zum Gartenbau.

Die drei Kirchen 

Abb St. Georg in Oberzell

Papst Formosus schenkte 896 den Mönchen auf der Reichenau das Haupt des heiligen Georg. Solche Erinnerungsstücke an (vom Papst) heilig gesprochene Menschen werden Reliquien genannt.
Als Dank dafür bauten die Mönche die St. Georgs-Kirche.

Besonders sehenswert in dieser Kirche sind die Bildergeschichten aus dem Leben Jesu. Sie entstanden vor über tausend Jahren und sind das älteste noch gut erhaltene Beispiel für eine vollständige Kirchenausmalung.

 

Abb Münster St. Maria und Markus

Das eindrucksvollste Gotteshaus ist das Marienmünster, ein Meisterwerk mittelalterlicher Kirchenarchitektur aus vielen Jahrhunderten, fast 1000 Jahren Baugeschichte. Diese alte, ehemalige Benediktiner-Abteikirche war einmal das größte Gotteshaus auf deutschem Boden. Es wurde 724 als Klosterkirche vom Heiligen Pirmin gegründet.

Abb Die Niederzeller Kirche Peter und Paul

In Niederzell wurde die Kirche St.Peter und Paul im Jahre 799 fertig. Sie wurde als "Leutkirche" für Fischer, Bauern und Händler gebaut und ist im romanischen Baustil errichtet worden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche oftmals umgestaltet. Nach zwei Bränden wurde gegen Ende des 11. Jahrhunderts das ganze bis dahin entstandene Baugefüge abgebrochen und die heutige Basilika erbaut.

In der Barockzeit erhielten Schiff und Westfassade einen farbigen Anstrich. Auch in St.Peter und Paul sind Wandmalereien zu finden.

 

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