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Maulbronn: Klostergeschichte - Teil 1

Zur Gründung des Klosters

Zwei Geschichten, die wahr sein könnten 

Abb Die Idee entstand in Lomersheim

Ganz steil über dem Ort Lomersheim, etwa 7 km von Maulbronn entfernt, stand einmal die Niederburg, von der man heute nur noch Mauerreste sehen kann. Auf dieser Burg lebte im 12. Jahrhundert der Ritter Walter von Lomersheim zusammen mit seinem Bruder.

Auf halbem Weg nach Maulbronn hatte er noch ein kleines Erbgut im heutigen Eckenweiher.
Walter war ein sehr religiöser Mensch und glaubte daran, dass es Gott besonders gefallen würde, wenn er, Walter, ein Mönch wird und in einem Kloster leben könnte.

Aber weit und breit gab es kein Kloster in der Umgebung seiner Ritterburg. So schenkte er einem Abt, das ist der Leiter eines Klosters, den er kannte, sein Erbland Eckenweiher und bat ihn, dort von Mönchen ein Kloster errichten zu lassen.

Der Abt war begeistert und willigte ein. Doch bald stellte sich heraus, dass der Platz in Eckenweiher für das Vorhaben ungeeignet war, zumal es vor allem an Bausteinen und Wasser fehlte.
Jetzt bat Walter den für das Gebiet zuständigen Bischof von Speyer um Hilfe.

Abb Der richtige Platz lag im Maulbronner Tal

Glücklicherweise gehörte dem Bischof ganz in der Nähe noch ein Gebiet, das für den Bau einer großen Klosteranlage wesentlich besser geeignet war. Die bereits angereisten Zisterziensermönche zogen also weiter und begannen im Maulbronner Tal mit dem Klosterbau.

Walter von Lomersheim und Bischof Gunter von Speyer waren zufrieden und schenkten der Gottesmutter Maria ein Modell ihrer geplanten Kirche, so zumindest hat es ein Maler in der Maulbronner Kirche an die Wand gezeichnet.

 

Abb Die Geschichte vom Esel, der nach Wasser suchte

Es gibt auch eine Legende von der Entstehung des Klosters. Legenden sind Geschichten, von denen man nicht so recht weiß, ob sie stimmen. Aber sie könnte auch wahr sein.
Auf der Suche nach einem Siedlungsplatz, der geeigneter war als das Erbgut des Ritters Walter in Eckenweiher, haben die Mönche ein Maultier mit einem Geldsack beladen, ihm noch einen Segensspruch und einen Rutenhieb mit auf den Weg gegeben und es dann lostrotten lassen.

Nach etwa 4 km, am heutigen Platz des Klosters, entdeckte der von der Last bereits erschöpfte Esel einen Brunnen. An jenem Platz, an dem heute der sogenannte Eselsbrunnen steht, blieb das Maultier stehen und stillte an der Quelle seinen Durst.
Die Mönche, die dem Tier hinterher gelaufen sind, sahen darin ein Zeichen des Himmels und beschlossen, an dieser Stelle ihr Kloster zu errichten.

Das Stadtwappen 

Abb An diese Legende erinnern bis heute der Name und das Wappen von Maulbronn wie auch die Darstellung eines trinkenden Maultiers im Gewölbe der Brunnenkapelle. (Maultier + Brunnen = Maulbronn)

 

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