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See-Elefanten - allgemein

Abb Die See-Elefanten sind die größten Vertreter der Robben.

Mit zwei verschiedenen Arten bewohnen sie die subarktischen Inseln.

Das auffälligste Merkmal dieser Rüsselrobben ist die in Erregung besonders stark hervortretende, rüsselartig verlängerte Nase der Männchen, die wohl auch Anlass für die Namensgebung war.

Diese enorm vergrößerte Nase fehlt bei den Weibchen und den jüngeren Männchen. Bei den Männchen erreicht sie im achten Lebensjahr die volle Größe und hängt dann mit den Nasenlöchern nach unten über dem Maul.

See-Elefanten gehören zur Familie der Hundsrobben, obwohl sie in ihrem Verhalten und in manchen Merkmalen den Ohrenrobben eigentlich ähnlicher sind.

Man unterscheidet bei den See-Elefanten zwischen zwei einander sehr ähnlichen Arten:

Die nördlichen See-Elefanten (lat.: Mirounga angustirostris) leben an der Westküste Nordamerikas, während die Südlichen See-Elefanten (lat.: Mirounga leonina) an der Subantarktis vorkommen.

Die männlichen Tiere können eine Länge von über 6,5 Meter erreichen und bis zu 3600 kg wiegen.

Die Weibchen sind dagegen erheblich kleiner. Sie haben nur die Hälfte der Länge und ein Viertel des Gewichtes der Männchen.

See-Elefanten besitzen ein spezialisiertes Gebiss mit rückgebildeten Schneidezähnen und kleinen, einspitzigen Backenzähnen.


Abb See-Elefanten sind überwiegend nachtaktive Tiere und gehen auf die Jagd nach Fischen von Herings- bis Dorschgröße.

Wenn man ihre eher unbeholfenen Bewegungen an Land beobachtet, traut man diesen Kolossen nicht die flinken, geschickten Bewegungen zu, die sie im Wasser zeigen.

Die meiste Zeit des Jahres leben die See-Elefanten in Gruppen im offenen Meer.

Zweimal im Jahr begeben sie sich jedoch an ihre angestammten Strände.


Dort erkämpfen sich zunächst die Bullen die besten Plätze direkt am Wasser und warten dort auf die Weibchen.

Hier versammelt der Bulle einen Harem von 10 - 15 Weibchen um sich, die er ständig bewacht, denn die an Land wesentlich flinkeren Weibchen versuchen häufig, mit jüngeren Bullen anzubändeln.

Einige Tage nach der Ankunft gebären die Weibchen ihre schon etwa 1 Meter großen Jungen, die sie für 3 Monate säugen.

Anschließend rückt die Paarungszeit näher, und die Weibchen vertreiben die Jungtiere aus ihrer unmittelbaren Umgebung.

Denn bei der eher unbeholfenen Paarung der See-Elefanten besteht Lebensgefahr für die Jungtiere.

Dennoch sterben alljährlich in einer See-Elefantenkolonie eine große Zahl von Kälbern, wegen des rücksichtlosen Verhaltens der Bullen bei der Paarung.


 

Abb Wenn sich ein Bulle sich mit einer Kuh paaren will, legt er eine Vorderflosse über sie und beißt ihr in den Nacken. Sollte sich die Kuh wehren, wälzt sich der Bulle auf sie und macht sie mit seinem Gewicht bewegungsunfähig.

Während dieser Paarungszeit ist überall an den Stränden das typische Brüllen der Bullen zu hören.

Nach der Paarungszeit begeben sich die See-Elefanten ins Meer, um ihre Nahrungsreserven wieder aufzufüllen. Doch schon einen Monat später erscheinen die Tiere wieder an der gleichen Stelle zur Haarung.

Während der Haarung wechseln die See-Elefanten nicht nur ihr kurzes und glattes Fell, sondern sie erneuern auch die gesamte Hautoberfläche.

Ist diese Entwicklung vorbei ist, begeben sich die Tiere erneut ins offene Meer, wo sie bis zum nächsten Frühjahr bleiben.


Abb Während der Fortpflanzungszeit sind die Bullen sehr angriffslustig gegenüber den anderen Männchen.

Oft kann man beobachten, dass sie sich in ihrer typischen Kampfesweise mit hoch erhobenem Vorderkörper gegenüberstehen, um sich dann der Länge nach auf den Gegner stürzen zu lassen.

Da sie durch diese Kampfweise, die sie auch gegenüber dem Menschen anwenden, rasch ermüden, sind sie sehr bald so erschöpft, dass sie in eine Art Tiefschlaf fallen.

See-Elefanten werden mit drei bis vier Jahren geschlechtsreif.


Die Bullen sind allerdings erst im Alter von acht oder neun Jahren kräftig und stark genug, um einen Harem zu bewachen.

Wegen der Verausgabung durch die Kämpfe ist die Lebenserwartung eines männlichen See-Elefanten mit 14 Jahren eigentlich recht kurz. Die Weibchen leben etwa 18 Jahre.

Die See-Elefanten erreichen bei ihren Tauchgängen bis zu 1400 Meter Tiefe.

Diese großen Tauchtiefen sind ihnen deshalb möglich, weil sie aufgrund ihrer Körperfülle ein großes Blutvolumen haben, das viel Sauerstoff aufnehmen und speichern kann.

Außerdem wird die Tätigkeit von einigen Organen (z.B. der Leber und der Niere) ähnlich wie bei den Walen während der Tauchgänge heruntergefahren, um den Sauerstoff-Verbrauch einzuschränken.

Die natürlichen Feinde der See-Elefanten sind der Weiße Hai sowie der Orca, die ihnen vor allem in der Nähe der Wasseroberfläche gefährlich werden können.

Wegen ihrer Größe sind die See-Elefanten besonders beliebte Opfer von kommerziellen Seehundjägern.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Population gefährlich geschrumpft. Nur eine der Inseln, die der Art als Brutplätze dienten, wurde noch benutzt, und dies auch nur noch von rund 100 Tieren.

Nachdem die Südlichen See-Elefanten unter Schutz gestellt wurden, besteht keine unmittelbare Bedrohung für sie. Auch für die Nördlichen See-Elefanten gilt, dass sich die Bestände soweit erholt haben, dass keine unmittelbare Bedrohung mehr besteht.

 

Quelle:
Foto 1: http://www.nsf.gov/index.jsp
Foto 2: http://www.nps.gov/yell/
Foto 3: http://www.nsf.gov/
Foto 4: http://www.oceanexplorer.noaa.gov/

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