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Sonett 6

Lass nicht des Winters rauhe Hand verderben
In dir den Sommer, eh du dich verjüngt,
Füll' ein Gefäß, die Schönheit zu vererben,
Den reichen Schatz, eh Selbstmord ihn verschlingt!

Verbotner Wucher ist das nie gewesen,
Der den beglückt, der willig zahlt das Lehn;
Erzeug' an deiner Statt ein andres Wesen,
Und zehnmal besser, wenn statt eines zehn.

Zehnmal du selbst wär' himmlischer beglückt,
Wenn zehn der Deinen zehnfach dich gestalten;
Dann bliebest du, der Todesmacht entrückt,
In deinem Nachwuchs lebend uns erhalten.

Sei eigensinnig nicht, du darfst nicht sterben,
Schön, wie du bist, dass Würmer dich beerben.

 

 

Quelle:
http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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