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Sonett 25

Lass die, die in der Gunst der Sterne leben,
Mit Ehren prunken und der Titel Pracht,
Wenn einsam ich, dem kein Triumph gegeben,
Genieße, was mir größre Freude macht.

Wie in dem Sonnenstrahl die Ringelblume,
So blüht der Günstling großer Fürsten auf;
Doch wird er selbst zum Grab dem eignen Ruhme,
Ein Wink genügt und endet seinen Lauf.

Der narbenreiche Krieger, dessen Wehre
Nach tausend Siegen fehlt im ersten Streit,
Gestrichen ist er aus dem Buch der Ehre,
Und seine Taten deckt Vergessenheit.

Dann bin ich froh, ich lieb' und bin geliebt,
Wo es kein Schwanken und kein Wanken gibt.

 

 

Quelle:
http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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