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Sonett 52

Dem Reichen gleich' ich, dessen Schlüssel kann
Kostbare Schätze seinem Blick erschließen,
Jedoch beschaut er sie nur dann und wann,
Nicht abzustumpfen seltenes Genießen.

Deshalb sind Feste heilig und geschätzt,
Weil sie dem langen Jahre spärlich nur
Wie Edelsteine karg sind eingesetzt,
Wie Diamanten in die Perlenschnur.

Dem Schreine gleicht die Zeit, der dich enthält,
Dem Schranke, der das Festgewand verwahrt
Und den verborgnen Schatz zum Schmuck der Welt
Bei seltnen Festen selten offenbart.

Dich segne ich! Du gibst mir höchste Ehre,
Wenn ich dich halte; Hoffnung, wenn entbehre.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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