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Sonett 56

Erneue, süße Liebe, deine Macht,
Dass man dich schwächer nicht als Hunger schilt,
Der morgen schon in alter Lust erwacht,
Wenn heute er durch Speise erst gestillt.

So seist du, Liebe! Ob dein Auge bricht,
Weil es sich heute übersatt gesehn,
Blick' morgen wieder hin und lasse nicht
Der Liebe Geist in Stumpfheit untergehn!

Die trübe Zwischenzeit sei wie das Meer,
An dessen ferne Küsten täglich treten
Zwei Neuvermählte, die um Wiederkehr
Des Liebesglückes täglich zwiefach beten.

Sie gleicht dem Winter, der nach schwerem Leid
Dreimal willkommen macht die Sommerzeit!

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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