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Sonett 58

Der Gott, der mich zu deinem Knecht gemacht,
Verhüte, daß ich Zweifel an dir nähre
Und Rechenschaft, wie du die Zeit verbracht,
Ich - dein ergebner Knecht - von dir begehre.

Lass mich nach deinem Wink die Trennung leiden,
Die mir Gefängnis, dir die Freiheit bringt,
In Duldung muss ich schweigend mich bescheiden,
Dass nicht ein Wort des Vorwurfs zu dir dringt.

Sei, wo du willst! Wie ich dein Recht erkannt,
Zu tun und lassen, was nur dir allein
Gut dünken mag, so liegt's in deiner Hand,
Dir selbstbegangne Schuld selbst zu verzeihn.

Ich harre still, brennt's auch wie Höllenglut,
Und zürne nicht, ob sündig du, ob gut!

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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