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Sonett 83

Mir warst du immer schön genug, so habe
Ich deinem Reiz nie falsche Kunst geliehn,
Da für des Dichters hohle Schmeichelgabe
Zu hoch dein Wert ist oder doch mir schien.

Und deshalb war ich schläfrig, dich zu preisen;
Du solltest nur durch dich, ganz unbeschränkt,
Gemeiner Feder Nichtigkeit erweisen,
Die Größe rühmt und deiner Größe denkt.

Und Sünde nennst du dieses Schweigen jetzt,
Aus dem ich mir den höchsten Ruhm gemacht?
Denn stumm hab' ich die Schönheit nie verletzt,
Der statt des Lebens andre Tod gebracht.

In einem deiner Augen liegt mehr Leben,
Als Worte deiner beiden Dichter geben.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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