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Sonett 85

Es hüllt sich meine Muse fromm in Schweigen,
Wenn andre Sänge, voll der reichsten Pracht,
Mit goldner Feder huld'gend dir sich neigen,
Mit Phrasen, die die Musen selbst erdacht.

Ich fühle wohl, was andre geben kund,
Und "Amen" gleich dem Mesner tönt mein Ruf
Bei jeder Hymne, die der Meister Mund
In edler Form zu deinem Lobe schuf.

"'s ist wahr", sag' ich, "so ist's", wenn sie dir singen,
Und hätte gern noch manches zugetan,
Doch in Gedanken nur, die zu dir dringen,
Wenn Worte stocken, ihnen weit voran.

Der Rede Schwall sei dir bei andern wert,
Bei mir das Herz, das schweigend sich erklärt.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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