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Sonett 111

Oh, meinetwegen grollst du dem Geschick,
Der schuld'gen Göttin, die mich Armen beugt,
Denn sie gab mir kein beßres Lebensglück
Als niedern Dienst, der niedre Sitten zeugt.

So kommt es, dass ein Mal mein Name trägt,
Daß gleich des Färbers Hand mein ganzes Wesen
Befleckt wird durch die Arbeit, der es pflegt.
Erbarme dich und wünsch', ich wär' genesen!

Indes will ich, wie es des Kranken Pflicht,
Selbst Essig gegen meine Krankheit trinken;
Das Bitterste sei mir zu bitter nicht,
Die schwerste Buße mir zu schwer nicht dünken!

Erbarme dich, und sicher darfst du sein,
Dein Mitleid schon trägt mir Genesung ein.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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