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Sonett 115

Es log mein Lied, als ich dir einst gestand,
Ich könnte nie dir größre Liebe geben,
Doch damals war mir selber unbekannt,
Wie mächtig sich die Flamme würd' erheben.

Jedoch der Zeit millionenfacher Zwang
Bricht die Gelübde und des Königs Wort,
Entweiht die Schönheit, lähmt den kühnsten Drang
Und reißt die stärksten Geister mit sich fort.

Wie durft' ich damals, zitternd vor der Zeit,
Erklären nicht: "Jetzt ist die Lieb' am größten",
Als in des Augenblickes Sicherheit
Sich alle Zweifel banger Zukunft lösten.

Lieb' ist ein Kind, so irrte ich darin,
Nahm, was noch wächst, schon für erwachsen hin.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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