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Sonett 127

Schwarz galt für schön nicht in der alten Zeit,
Und war es schön, ward es nicht so genannt,
Doch Schönheit ward durch falsche Schmach entweiht
Und Schwarz heut als ihr Erbe anerkannt.

Denn seit die Kunst, mit Wahrheit um die Wette,
Durch falschen Schein das Schöne ahmte nach,
Verblieb der Schönheit Namen nicht noch Stätte,
Entheiligt ward sie oder lebt in Schmach.

Drum hat mein Mädchen rabenschwarzes Haar
Und Augen, als ob sie in Trauer wären
Um sie, die, angeborner Schönheit bar,
Durch falsche Schönheit die Natur entehren.

So trauern sie, doch mit so holdem Schein,
Dass jeder sagt, so sollte Schönheit sein.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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