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Sonett 133

Verflucht das Herz, das mir das Herz zerschnitt
Und Wunden mir und meinem Freund geschlagen!
War's nicht genug, daß ich die Martern litt,
Muß er auch deine Sklavenfesseln tragen?

Erst nahm mich selbst dein Auge grausam mir,
Dann trafst du mich in ihm zum andernmal;
Von ihm und mir verlassen wie von dir,
Erdulde ich dreimal dreifält'ge Qual.

Ja, schließ mein Herz in deinem Busen ein
Als Pfand, das seinem Herzen Freiheit schafft;
Besitzt du mich, kann ich sein Wächter sein,
Daß du zu streng nicht bist in meiner Haft.

Und doch wirst du's. Gefangen, wie ich bin,
So nimmst du mich mit allem Meinen hin.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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