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Sonett 140

Sei klug so, wie du grausam bist, und bringe
Nicht zur Verzweiflung meinen stummen Schmerz,
Sonst sprengt mein Gram das Schweigen, und ich singe,
Wie mitleidlos du foltertest mein Herz.

Liebst du mich nicht, so wär' es klüger doch,
In Worten mir der Liebe Schein zu wahren,
Wie Kranke auf dem Totenbette noch
Vom Arzte nur der Bessrung Trost erfahren.

Dann reißt Verzweiflung mich zum Wahnsinn hin,
Könnt' ich im Wahnsinn Böses von dir künden,
Die Welt ist schlecht und voll von argem Sinn,
Dass tolle Märchen tolle Ohren finden.

Doch dass dir nicht solch Ungemach geschieht,
Blick' treu mich an, wenn auch dein Herz nicht flieht.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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