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Sonett 141

Fürwahr, ich lieb' dich mit den Augen nicht,
Die tausend Fehler ja an dir erspähn,
Doch ist's mein Herz, das ihnen widerspricht,
Und das ersehnt und liebt, was sie verschmähn.

Es reizt mein Ohr nicht, deinem Wort zu lauschen,
Dich lüstern zu berühren, nicht die Hand;
Nicht will Geschmack sich noch Geruch berauschen
Mit dir allein im heißen Sinnenbrand.

Doch nicht die Einsicht der fünf Sinne kann
Ein armes Herz aus deinem Dienst erretten,
Das mich - das Schattenbild von einem Mann -
Zum Sklaven macht in deines Stolzes Ketten.

Nur dieser Trost kann meine Schmach versüßen,
Dass mich dieselbe sünd'gen heißt und büßen.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

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