Kategorie:  Alle    Mensch und Gemeinschaft     Literatur und Sprache     Lyrik     Shakespeares Sonette   

Sonett 144

Zwei Geister hab' ich trost- und qualenreich,
Die mich verlocken stets im Widerstreite,
Ein blonder Jüngling steht mir engelgleich,
Ein dunkles Weib als böser Geist zur Seite.

Die Arge lockt, zur Hölle mich zu bringen,
Den bessern Genius fort von meinem Pfad,
Will meinen Heiligen zum Teufel dingen,
Dem buhlend sie mit falschen Reizen naht.

Und ob mein Engel fiel, kann ich nicht sagen,
Doch scheint es fast, da fern mir alle zwei,
Und beide Geister freundlich sich vertragen,
Dass einer in des andern Hölle sei.

Doch zur Gewißheit wird erst mein Vermuten,
Flieht einst der Engel aus des Teufels Gluten.

 

 

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/shakespr/sonett/0sonette.htm

  Kategorie:  Alle    Mensch und Gemeinschaft     Literatur und Sprache     Lyrik     Shakespeares Sonette   



Grundschulmaterial.de Lernwerkstatt 10

Der Deutsche Kindersoftwarepreis TOMMI 2012 geht an PUSHY!


www.medienwerkstatt.de
Diese Seiten werden kostenlos für Kinder
von der Medienwerkstatt Mühlacker produziert

Copyright © 2004-2021 Medienwerkstatt Mühlacker Verlagsges. mbH. Alle Rechte vorbehalten

Mitglied bei seitenstark.de

Wir sind Mitglied