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Grevenburg - allgemein

In Traben-Trarbach befindet sich auf einem Felskegel hoch über der Mosel die Ruine der Grevenburg.

Von 1350 bis 1357 ließ Graf Johann III. von Sponheim die Burg errichten.
Ab 1437 verwalteten adelige Oberamtsmänner die Hintere Grafschaft Sponheim für deren Erben und Gemeinherren Baden und Pfalz.
Fast 300 Jahre schützte die Burg die Umgebung wie ein Schild, denn die damaligen Geschütze konnten sie von unten nicht erreichen und von oben konnten sie die Burg nur überschießen.

 

 

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Im 17. Jahrhundert wurde die Burg von vielen Völkerheeren magisch angezogen.
Erst wurde sie von 2.000, schließlich von sogar 12.000 Mann sechsmal scharf belagert und schließlich erobert.
Ab 1687 wurde sie modernisiert und verstärkt. Drei kleine Forts auf der gefährlichen Franzosenhöhe und ein Turm unterhalb der Burg wurden neu gebaut.
In der Folgezeit wurde die Burg immer wieder bekämpft.
1704 bezwang der hessische Erbprinz Friedrich die Burg. Danach besetzten Holländer die mittlerweile arg beschädigte Burg, um sie im Frieden von Trier 1714 Trier zu überlassen.
Ab 1730 wurden die Schäden beseitigt.
Aber bereits 1734 wurde sie zum vierten- und letzten Mal, nach kurzer, schärfester Belagerung von den Franzosen eingenommen.
Im Juli 1734 wurde sie als letzte der Moselburgen gesprengt.

 

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Hinter dem Kommandantenhaus, von dem heute nur noch die westliche Fassade steht, ragte doppelt so hoch das Herrenhaus mit vier Ecktürmen.
Daneben lag das Zeughaus, anschließend der alles überragende 35 m hohe Bergfried.
Das Durchfahrtstor daneben wurde von zwei Pulvertürmen flankiert, wovon einer noch erkennbar ist.
Davor führte eine Holzbrücke über den breiten, tiefen Hauptgraben zu zwei Vorwerken mit eigenen Felsengräben.
Die Wehrgänge dieser Felsengräben sind teilweise noch erhalten.

Im 19. Jahrhundert gab es Pläne, die Burg wieder aufzubauen. Dazu kam es aber nicht. Einige bedauern dies, aber die meisten sind der Meinung, lieber eine echte Ruine, als eine falsche Burg.

 

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Weg zur Ruine

Heute befindet sich, an einen der vier Palasttürme angelehnt, die gastliche Burgschenke.
Der Ausblick vom Vorbau der noch stehenden Burgfassade über Tal, Stadt und Eifelberg ist faszinierend.
Wenn man ihn genießen möchte, muss man vom Tal aus durch den Wald den steilen Serpentinen folgen.
Nach etwa 40 Minuten wird man dann mit der herrlichen Aussicht belohnt.

 

 

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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