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Die Anfänge des Steinkohlenabbaus im Ruhrgebiet

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Im Verhältnis zu Eisen, Kupfer, Gold, Silber, Blei und Zinn haben die Menschen verhältnismäßig spät nach der Steinkohle gegraben.

Denn da den Köhlern genügend Holz zur Herstellung von Holzkohle zur Verfügung stand, ergab sich für die Menschen zunächst keine Notwendigkeit nach einem neuen Brennstoff zu suchen.

Man nimmt heute an, dass die Menschen vor ungefähr 900 Jahren in der Nähe von Aachen wohl erstmals nach Steinkohle gegraben.

An der Ruhr fand nach Aussagen alter Urkunden um das Jahr 1300 das erste Kohlegraben statt.

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Zunächst wurde nur dort nach Kohle gegraben, wo die Kohleflöze zutage traten. Es wurden große Gruben, die sogenannten Pingen ausgehoben.

In diesen Gruben wurde dann so lange die Steinkohle abgebaut, bis man auf das Grundwasser stieß, und ein weiterer Abbau nicht möglich war.

Diese brunnenartigen Gruben nannte man auch Pütt
(lat. ”puteus” = Brunnen oder Grube ). Dieser Ausdruck hat sich bis heute im Ruhrgebiet auch als Bezeichnung für ”Bergwerk” erhalten.

Beim Abbau der Steinkohle benutzen diese frühen Bergleute die Keilhaue. Sie diente dazu schmale Einschnitte in ein Flöz zu hauen. Weitere wichtige Werkzeug waren der Schlägel, das Brecheisen, der Spitzhammer und das Fäustel.

 

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Vor etwa 250 Jahren hörte diese Form des Kohleabbaus auf, und die Menschen nutzten die Erfahrungen und Fähigkeiten der Bergleute, die bereits Eisenerz abgebaut hatten.

Im Jahre 1738 wurde in Bochum das Märkische Bergamt gegründet.

Seitdem wurde der Bergbau zum Nutzen der preußischen Staatswirtschaft organisiert und gefördert.

Die Kohlenvorräte an der Ruhr, die man im Schürfbergbau und Stollenbergbau gewinnen konnte, waren um das Jahr 1830 erschöpft.

Man fand hier einfach keine Kohle mehr, die zutage trat. Daher musste man jetzt erstmals das Deckgebirge durchstoßen, um nach der Steinkohle zu suchen.

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Einen ersten Versuch machte ein Industrieller, namens Franz Haniel, auf der damaligen Zeche Kronprinz von Preußen.

Diese Zeche lag an den Stadtgrenzen von Mühlheim und Essen-Borbeck.

Dies war nur möglich, weil im Jahre 1802 erstmals eine Dampfmaschine erfunden worden war, die das Grundwasser und Sickerwasser aus der Tiefe nach oben pumpen konnte.

Als wichtigste Abbaumethoden entwickelten sich:

Strossenbau, Firstenbau, Strebbau, Querbau, Pfeilerbau und Kammerbau.

Der Grubenausbau, der damals noch mit Holz erfolgte, diente dazu, das Einstürzen der Schächte und Stollen zu verhindern.

Die Arbeit unter Tage war damals sehr gefährlich und auch sehr anstrengend. Anfangs holte man die Kohle noch mit einer Handkurbel nach oben.

Viele Menschen verloren durch das Einstürzen der Stollen auch ihr Leben.

 

Quelle: Die Texte der Wissensseite „Die Anfänge des Steinkohlenabbaus im Ruhrgebiet“" entstanden mit freundlicher Unterstützung
durch die „Deutsche Steinkohle AG“ -www.steinkohleportal.de

Literaturangaben und Hinweise für Lehrer...

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